22. Dez '16

Ein Stück Erinnerung…

» MEIN FOTOLABOR KOMMT ZU MIR

Manchmal gibt es diese Momente in denen sich alles zusammen fügt, ohne das man überhaupt eine Ahnung davon hatte. Diese Woche habe ich mein altes Fotolabor vor dem Schrott retten dürfen. Was habe ich Stunden alleine im Schulkeller verbracht, damals in der 9. Klasse wie ich das Labor wieder belebt habe. Das ist auch so mit mein fotografischer Anfang gewesen. Ich habe vieles digital entdeckt und auch früh meine ersten Schritte mit Photoshop 7 gemacht. So richtig schätzen gelernt habe ich die Fotografie durch die Handarbeit im Labor.

Ein Platz mir viel Erinnerungen – Vergrößerer und Becken

Deswegen freue ich mich wirklich unheimlich, dass die schicken, roten Becken nicht auf dem Müll wandern. Sie kommen gleich eine neue Chance. Natürlich nicht bei mir im Zimmer – da ist mit dem wenigen was noch nicht auf meine zwei Standorte ausgelagert ist, eh kein Platz.

 

Erfreulicherweise ist unsere Vermieterin in der Oststadt Fotografin und hat lange im Labor gearbeitet. Mehr gesammeltes Wissen kann ich wohl kaum finden. Und da sich die Barbara das auch schon lange wünscht, gibt es jetzt gleich eine ganz professionelle. Der Weg ist noch etwas hin. Januar beginnt der Ausbau bzw. Aufbau. Der sich von Strom über Wasser bis Wände ziehen wird.

 

Nach Jahren der Nichtnutzung doch recht verkümmert… Schweren Herzens auch nicht mit gekommen…

Filmwaschbecken im Tageslichtbereich. Später alles in einem.

18. Dez '16

Mit ISO 3200 um den Block

» KODAK TMAX 400 PUSHTEST

Letzten Samstagabend ist mir ein Kodak T-Max 400 in die Hände gefallen. Fast schon ungewohnt, wo ich doch meine Liebe zum Ilford FP4 entdeckt habe. Den Kodak packte ich in die Mamiya 645 Pro für eine Runde an der frischen Luft. Dem Winter geschuldet war es aber schon dunkel. Mit ISO 400 ohne Stativ wäre da nicht viel gewesen mit fotografieren. Auf große Schlepperei hatte ich aber spontan auch keine Lust, da experimentiere ich lieber mit extremer Push-Entwicklung.

 

Die 645Pro hat den Vorteil das sie intern Belichtung messen kann. Mit ISO 1600 wäre ich auf Zeiten um die 1/10 Sekunde gekommen.  Rächen weiter gedreht auf ISO 3200. Belichtung bei Blende 2.8 im Schnitt bei 1/50. Auch nicht das Wahre für so eine Kamera aus dem Stand. Aber genau deswegen ist es ein Experiment.

ENTWICKLUNG

Eine Runde um den Block später und nach etwas Akklimatisierungszeit des Filmes auf Raumtemperatur, wanderte er auch schon in die Jobo Dose zur Entwicklung. Noch immer bin ich zufriedener Nutzer der mittlerweile dritten Generation des HCD Entwicklers von Spürsinn. Obwohl ich gestehen muss, das die Variante aus drei verschiedenen Kombinationen, um eine Entwicklung zusammenzustellen, mir zu viel ist und mehr verwirrt.

 

Spürsinn HCD 3.  (20°)

Start HDC 80 – 3 Min.

Entwicklung HCD 50 – 12 Min.

Fixiert 7 Min. / 5 Min. spühlen / 1 Min PhotoFlow

 

ERGEBNIS

Super ist nach dem die Dose auf gemacht wird immer wenn etwas auf dem Film zu sehen ist. Da diesmal nicht ganz so viel zu sehen sein wird war mir natürlich klar. Beim Scan war es etwas schwierig, da die Bilder eben doch oft nur in den Lichtern Zeichnung hatte. Deswegen ist die fertige Bildauswahl auch eher klein. Trotz der hohen Empfindlichkeit wären längere Belichtungszeiten besser gewesen. Wenn genügend, gleichmäßiges Licht vorhanden ist denke ich eine feine Sache auch mit dem großen Push-Sprung zu arbeiten. Finde die Ergebnisse sehr gut was das Rauschverhalten (wenig) angeht und den Kontrast (stark).

 

11. Dez '16

Ilford FP4+

» ZURÜCK MIT EINEM FILM

Mit einem FP4 aus der Mamiya 645 Pro melde ich mich auch hier im Blog wieder. Gerne möchte ich auch meinen Instagram-Ticker ans Herz legen. Dort habt ihr den besten Einblick mit was ich gerade beschäftigt bin. Denn gerade in den letzten Wochen waren einige handwerkliche Baustellen an der Reihe, viel Werkstatt und auch etwas Grafik.

Praktisch hätte ich sogar noch einen weiteren Film gehabt. Den hatte leider der Analogteufel an sich gerissen. Sprich, der ist mir beim Entwickeln „futsch“ gegangen. Das Risiko ist immer mit dabei zum Glück passiert es wirklich selten.

Fakten zum aktuellen Film. Ein Ilford FP4+ auf ISO 200 gepusht, entwickelt mit Spürsinn HCD 3. Generation. Eine Primäre für mich, nach dem ich den restlichen HCD aufgebraucht hatte.

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16. Okt '16

Siebdruckschild für einzig.art

» GEDRUCKT AUF HOLZ

Zum zweijährigen bestehen von einzig.art Karlsruhe habe ich eine kleine Überraschung gestaltet. Ein schickes Schild das sich sogar ganz einfach aktualisieren lässt. Ein Mischprojekt aus Gestaltung, Handwerk und Siebdruck.

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Das Schild bzw. die Konstruktion besteht aus 6mm Kiefernsperrholz und einigen Leisten, die ebenfalls aus Kiefer gefräst sind. Das Trägerschild misst 700 x 300 mm. Die kleinen Tafeln im Format 240 x 200 mm lassen sich austauschen und sind mit unterschiedlichen Texten bedruckt. Für Wetterfestigkeit sorgt ein Klarlack.

 

DIE PRODUKTION

Zugegeben war die Aktion etwas spontan. Es musste beim ersten Mal klappen, was auch super funktioniert hatte. Zuvor hatte ich das Drucken auf Holz noch nicht ausprobiert. Das ist einer der großen Vorteile des Siebdruckes und warum es mich auch reizt – die vielen Möglichkeiten egal ob Druckmedium (Papier, Holz, Pappe, Stoff…) oder Farben. Das bietet kein anders Druckverfahren. Außerdem ist es recht „einfach“ umzusetzen, da die Prozesse leicht lernen lassen.

 

Die kleinen Tafeln sind vor dem Druck einmal mit weißem Lack überzogen worden. Gedruckt wurde mit Acrylfarbe auf 120T Sieben und 2/3 Rakelzügen für gute Deckkraft. Produktionszeit von Idee bis Resultat gute 12 Stunden. Viel Arbeit die sich sehen lassen kann, finde ich!

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Ausrichten der Schilder unter dem Sieb.

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Ein Zug und alles muss passen!

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28. Sep '16

Mamiya 645 & ILFORD FP4+

» DIVERSE AUFNAHMEN FAST VERGESSEN

Der Film ist jetzt auch schon seit vier Wochen entwickelt. Das hat sogar super geklappt, obwohl ich dem alten Entwickler nicht mehr ganz getraut habe. Der gute HCD hat mich aber nicht enttäuscht. In Chemie gebadet habe ich einen FP4+ in Push-Entwicklung auf ISO 200.

 

Auf dem Film waren sogar noch Bilder aus dem Shooting mit Lukas Sauer im Frühjahr… der war also etwas länger in der Kamera. Aber ich habe mich bewegt und Ihn gefüllt mit einigen Bildern aus dem Rheinhafen und ein Blick in den Schwarzwald. Für den Winter habe ich schon mal neuen Entwickler bestellt …

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