18. Dez '16

Mit ISO 3200 um den Block

» KODAK TMAX 400 PUSHTEST

Letzten Samstagabend ist mir ein Kodak T-Max 400 in die Hände gefallen. Fast schon ungewohnt, wo ich doch meine Liebe zum Ilford FP4 entdeckt habe. Den Kodak packte ich in die Mamiya 645 Pro für eine Runde an der frischen Luft. Dem Winter geschuldet war es aber schon dunkel. Mit ISO 400 ohne Stativ wäre da nicht viel gewesen mit fotografieren. Auf große Schlepperei hatte ich aber spontan auch keine Lust, da experimentiere ich lieber mit extremer Push-Entwicklung.

 

Die 645Pro hat den Vorteil das sie intern Belichtung messen kann. Mit ISO 1600 wäre ich auf Zeiten um die 1/10 Sekunde gekommen.  Rächen weiter gedreht auf ISO 3200. Belichtung bei Blende 2.8 im Schnitt bei 1/50. Auch nicht das Wahre für so eine Kamera aus dem Stand. Aber genau deswegen ist es ein Experiment.

ENTWICKLUNG

Eine Runde um den Block später und nach etwas Akklimatisierungszeit des Filmes auf Raumtemperatur, wanderte er auch schon in die Jobo Dose zur Entwicklung. Noch immer bin ich zufriedener Nutzer der mittlerweile dritten Generation des HCD Entwicklers von Spürsinn. Obwohl ich gestehen muss, das die Variante aus drei verschiedenen Kombinationen, um eine Entwicklung zusammenzustellen, mir zu viel ist und mehr verwirrt.

 

Spürsinn HCD 3.  (20°)

Start HDC 80 – 3 Min.

Entwicklung HCD 50 – 12 Min.

Fixiert 7 Min. / 5 Min. spühlen / 1 Min PhotoFlow

 

ERGEBNIS

Super ist nach dem die Dose auf gemacht wird immer wenn etwas auf dem Film zu sehen ist. Da diesmal nicht ganz so viel zu sehen sein wird war mir natürlich klar. Beim Scan war es etwas schwierig, da die Bilder eben doch oft nur in den Lichtern Zeichnung hatte. Deswegen ist die fertige Bildauswahl auch eher klein. Trotz der hohen Empfindlichkeit wären längere Belichtungszeiten besser gewesen. Wenn genügend, gleichmäßiges Licht vorhanden ist denke ich eine feine Sache auch mit dem großen Push-Sprung zu arbeiten. Finde die Ergebnisse sehr gut was das Rauschverhalten (wenig) angeht und den Kontrast (stark).

 

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