Der Schreibtisch ruft – Teil I

NACH DEM SHOOTING GEHT’S ERST RICHTIG LOS!
 Views: 150

Wenn ich nach gut zwei bis vier Stunden von einem Shooting geschafft Heim komme, beginnt die Arbeit erst richtig. Karten müssen ausgelesen, Bilder bewertet und Rücksprache mit dem Model muss gehalten werden. Ich möchte euch in mehreren Teilen meinen Workflow zeigen.

Von der Karte auf den PC
Aber fangen wir doch mal ganz am Anfang an! Da ich noch auf 1GB CF Karten arbeite kommen in einem Shooting sicher um die fünf Stück zusammen, die ich übertragen muss. Was jetzt aber nicht bedeutet, dass ich Massenweiße Bilder überspiele. Denn auf einer Karte finden sich grad einmal ca. 34 Aufnahmen. Das könnte man auch bequemer haben, mit andern Karten. Aber ich hänge irgendwie an meinen, denn es braucht nicht mal 30 Sekunden zur Übertragung.

KLICK MICH! - Der Download-Dialog der Bridge

Zur Hand nehme ich ein stink normales USB Lesegerät, das ich einmal bei Amazon gekauft habe. Es über die Kamera laufen zu lassen ist mit zu umständlich. Kaum ist die Karte eingesteckt, meldet sich der Windows-Dialog (noch, denn ich werde auf Mac umsteigen…) in dem ich eine Aktion auswählen kann. Da ich kein Freund von Lightroom bin und super mit der Bridge von Adobe zu recht komme, benutze ich auch den Download-Dialog davon.

Der bietet schon einige Vorteile gegenüber dem einfachen Kopieren. Zum einen könnt ihr auswählen welche Bilder ihr auf den Computer überspielen wollt. In der Regel sind das sicher immer „Alle“. Dann habt ihr rechts eine Spalte in der ihr verschiedene Optionen wählen könnt was alles mit den Bildern passieren soll:

• Position
Ganz simpel – hier wählt ihr den Ort an den eure Bilder kopiert werden sollen. Ich lege für jedes Shooting einen neunen Ordner an. Also wähle ich als Speicherort den Ordner in den die Bilder hinein kommen sollen. Allerdings den Überordner, denn ich lege Automatisch einen neuen Ordner an und kann diesen gleich benennen. In meinem Fall wäre dies „2011“ in den die Bridge mir einen neuen Unterordner anlegt. Da ich jedem Shooting eine Nummer zuweise beginnt auch der Ordner mit dieser und im Anschluss kommt der Name des Models. Später mehr zu den Dateinamen.

• Dateien umbenennen
Wenn ihr ein zwei Karten habt, oder wisst in welcher Reihenfolge ihr sie aufgenommen habt, könnt hier gleich hier eure Dateien umbenennen. Die Bridge bietet euch verschiedene Möglichkeiten dazu. Ihr könnt das Aufnahme Datum mit einbeziehen, es vor oder nach einem eigenen Namen stellen und auch über die Form des Datums entscheiden. Und selbstverständlich nummeriert euch das Programm die Bilder gleich durch.

• Erweitere Optionen
Wenn ihr die Bridge gleich starten wollt, könnt ihr dies nach dem Download veranlassen in dem ihr ein Häkchen setzt. Die Konvertierung in das von Adobe entwickelte Rohdatenformat DNG habe ich selbst noch nicht getestet, da ich keine Probleme mit dem Format CR2 habe. Über den Befehl „Originaldateien löschen“ könnt ihr die Karte gleich reinigen lassen. Ich belasse die Daten aber auf der Karte, bis ich mit dem Shooting komplett fertig bin. Zusätzlich könnt ihr noch einen zweiten Speicherort an z.B. eine Backup Festplatte.

• Metadaten anwenden
Es gibt die Möglichkeit in Bridge Metadatenvorlagen zu speichern, um diese immer wieder schnell anwenden zu können. Was ist der Sinn von Metadaten? Dort werden Informationen zu eurer Aufnahme gespeichert. Ihr kennt vielleicht die „EXIF“ Daten eurer Bilder. Das sind Angaben wie mit welcher Blende zu welcher Zeit und mit welcher Belichtungszeit eurer Aufnahmen getätigt wurde. Auch GPS Daten und ISO Werte werden dort gespeichert. Allerdings keine Daten zum Autor oder Stichwörter. Dieser können aber als Metadaten dem Bild hinzugefügt werden. Ich habe mir eine Vorlage für „tobyart“ angelegt, in der ich Informationen zu mir als Autor angebe. Stichwörter gebe ich individuell zu jeden Shooting an. Da ist mir der Bridge auch kein Problem.




KOMMENTARE



HIER IST PLATZ FÜR DEINE MEINUNG