26. Dez '16

Zeit für die große Schwester – Mamiya RZ67

» VON AUTOMATIK UND BEQUEMLICHKEIT

Zugegeben ist die Mamiya 645 schon eine sehr angenehme Kamera. Durch die Belichtungsautomatik ist das Handling natürlich wesentlich leichter als mit dem externen Belichtungsmesser. Ganz geschweige denn vom Gewicht im Vergleich zur Mamiya RZ67. Es war längst Zeit auch die RZ wieder in die Hand zu nehmen um einen Film zu belichten.

 

Leichter gesagt als getan. Einen Ilford FP4+ geschnappt und das Grübeln fing an. Bei der 645 ist es die erste Markierung auf dem Rollfilm. Den Rest macht die Kamera. Da stand ich dann und wusste nicht weiter welche Markierung es bei der RZ67 war. Wirklich peinlich! Iphone hat sich der Akku verabschiedet und die Anleitung lag daheim.

Was ich mir beim Einlegen dachte, bewahrheitete sich nach dem Entwickeln. Viel zu weit gespult, viel Film Material ohne Aufnahme und dann auch noch das letzte Foto nur zu Hälfte auf dem Film. Passiert! Hat mir jeden Falls gezeigt das die Bequemlichkeit der Motorisierung und Automatisierung echt schnell in einen übergeht.

 

Mittlerweile weiß ich, dass es die erste große Markierung des Rollfilms ist …. für den Nächsten dann.

 

FILM DATEN

Film: Ilford FP4+ ISO 125

Entwickler:  Spürsinn HCD 80/50

 

Die Bilder in in der Pfalz entstanden. Festgehalten auf einem FP4+, ohne Push wie sonst die Regel bei mir. Bin sehr überrascht von der Durchzeichnung, gerade bei der Gegenlichtaufnahme.

 

18. Dez '16

Mit ISO 3200 um den Block

» KODAK TMAX 400 PUSHTEST

Letzten Samstagabend ist mir ein Kodak T-Max 400 in die Hände gefallen. Fast schon ungewohnt, wo ich doch meine Liebe zum Ilford FP4 entdeckt habe. Den Kodak packte ich in die Mamiya 645 Pro für eine Runde an der frischen Luft. Dem Winter geschuldet war es aber schon dunkel. Mit ISO 400 ohne Stativ wäre da nicht viel gewesen mit fotografieren. Auf große Schlepperei hatte ich aber spontan auch keine Lust, da experimentiere ich lieber mit extremer Push-Entwicklung.

 

Die 645Pro hat den Vorteil das sie intern Belichtung messen kann. Mit ISO 1600 wäre ich auf Zeiten um die 1/10 Sekunde gekommen.  Rächen weiter gedreht auf ISO 3200. Belichtung bei Blende 2.8 im Schnitt bei 1/50. Auch nicht das Wahre für so eine Kamera aus dem Stand. Aber genau deswegen ist es ein Experiment.

ENTWICKLUNG

Eine Runde um den Block später und nach etwas Akklimatisierungszeit des Filmes auf Raumtemperatur, wanderte er auch schon in die Jobo Dose zur Entwicklung. Noch immer bin ich zufriedener Nutzer der mittlerweile dritten Generation des HCD Entwicklers von Spürsinn. Obwohl ich gestehen muss, das die Variante aus drei verschiedenen Kombinationen, um eine Entwicklung zusammenzustellen, mir zu viel ist und mehr verwirrt.

 

Spürsinn HCD 3.  (20°)

Start HDC 80 – 3 Min.

Entwicklung HCD 50 – 12 Min.

Fixiert 7 Min. / 5 Min. spühlen / 1 Min PhotoFlow

 

ERGEBNIS

Super ist nach dem die Dose auf gemacht wird immer wenn etwas auf dem Film zu sehen ist. Da diesmal nicht ganz so viel zu sehen sein wird war mir natürlich klar. Beim Scan war es etwas schwierig, da die Bilder eben doch oft nur in den Lichtern Zeichnung hatte. Deswegen ist die fertige Bildauswahl auch eher klein. Trotz der hohen Empfindlichkeit wären längere Belichtungszeiten besser gewesen. Wenn genügend, gleichmäßiges Licht vorhanden ist denke ich eine feine Sache auch mit dem großen Push-Sprung zu arbeiten. Finde die Ergebnisse sehr gut was das Rauschverhalten (wenig) angeht und den Kontrast (stark).

 

11. Dez '16

Ilford FP4+

» ZURÜCK MIT EINEM FILM

Mit einem FP4 aus der Mamiya 645 Pro melde ich mich auch hier im Blog wieder. Gerne möchte ich auch meinen Instagram-Ticker ans Herz legen. Dort habt ihr den besten Einblick mit was ich gerade beschäftigt bin. Denn gerade in den letzten Wochen waren einige handwerkliche Baustellen an der Reihe, viel Werkstatt und auch etwas Grafik.

Praktisch hätte ich sogar noch einen weiteren Film gehabt. Den hatte leider der Analogteufel an sich gerissen. Sprich, der ist mir beim Entwickeln „futsch“ gegangen. Das Risiko ist immer mit dabei zum Glück passiert es wirklich selten.

Fakten zum aktuellen Film. Ein Ilford FP4+ auf ISO 200 gepusht, entwickelt mit Spürsinn HCD 3. Generation. Eine Primäre für mich, nach dem ich den restlichen HCD aufgebraucht hatte.

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26. Jun '16

Polaroid Land 330

» MIT DER KAMER IM SCHWARZWALD

Die letzten Wochen stand viel Arbeit in der Werkstatt an. Zwei Sideboards sind in der finalen Phase. Heute habe ich mir meine Polaroid Land 330 geschnappt um bin in Richtung Schwarzenbachtalsperre in den Schwarzwald getuckert. Die Arbeit ist fast so endschleunigend wie das Arbeiten im Großformat. Der Trennbildfilm Fuji FP-100c braucht wirklich etwas Organisation beim Handling nach der Belichtung.

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14. Mai '15

Projekt Lochkamera III: Ergebnisse

» VIELE ERSTAUNTE BLICKE

Kaum war die Kamera, oder besser der Holzkasten aufgebaut vor dem ZKM kamen auch die ersten Neugierigen vorbei und fragten was ich denn machen würde. Am Wochenende packte ich vier Planfilme in die Kassetten und zog los für einen richtigen Praxistest mit der selbstgebauten Lochkamera.

 

Nicht nur die Kamera sondern auch die App Pinhole Assist (nur IOS. 2,99 Euro). Zwar kann mein Belichtungsmesser bis Blende 128 messen aber da ich geschätzt bzw. gerechnet mehr als das Doppelte, nämlich Blende 288, habe wäre weiter rechnen bei einer krummen Zahl eher umständlich. Außerdem kommt dazu noch die Sache mit dem Schwarzschild-Effekt. Einfach gesagt kann mit steigender Belichtungszeit weniger Licht/Information aufgenommen werden. Um den Effekt auszugleichen gibt es für jeden Film Tabellen oder einfach zwei drei Verlängerungsfaktor um die man die Belichtungszeit verlängern muss um die richtige Lichtmenge einzufangen. In der App sind von einigen Filmen diese Tabellen eingespeichert und können direkt mit einberechnet werden.

PlanfilmWorkflow_140515_014_1000px

 

Am schwierigsten ist die Abschätzung des Bildausschnittes. Mein Kasten ist sehr weitwinklig ausgelegt. Den genauen Bildwinkel habe ich nicht berechnet. Es bleibt also erstmal ein grobes Abwägen wo ist mein Bildmittelpunkt, was möchte ich dort platzieren oder nicht und so lässt sich der passende Platz für das Stativ finden. Das es ohne Stativ schwierig wird könnt ihr euch sicher denken. Die Kassetten spanne ich mit zwei Gummis gegen den die Auflage. Es scheint auch alles sehr dicht zu sein. Die Belichtung wird dann mit der App gemessen. Einmal muss man natürlich die Blende und die ISO des Films einstellen und wenn gewünscht die Korrektur für den Schwarzschild-Effekt. Praktisch übernimmt die App die gemessene Zeit auch gleich in den integrierten Timer.

Lochkamera_iphone

Für die Belichtung habe ich den Schieber gezogen und dann den Timer gestartet. Die Zeiten liegen zwischen 80 und 600 Sekunden. Die einzelnen Felder der Kassettten habe ich durchnummeriert und mir während der Belichtung aufgeschrieben welches Motiv in welchem Slot ist und die Belichtungsdaten noch dazu. So bleibt der Überblick erhalten.

 

Die Entwicklung war dann richtig spannend. Wie man auf den Negativen sieht, alle sehr gut durch zeichnet, sehr gute Strukturen und viele Details. Alles nur mit einem Kasten aus Holz, einem Stück Blech und Film.

PlanfilmWorkflow_140515_016_1000px

 

Bin überrascht von den Ergebnissen, das es so gut geklappt hat. Nicht zuletzt auch wegen der App, die echt sehr viel hilft bei und viele Testfilme spart. Auf dem ein und andern Negativ sind seltsame Schlieren zu sehen. Das liegt zum einen an der Sonne (Lens Flares) und am Entwickeln. Was mich aber absolut nicht stört. Es sorgt erst so richtig den Look.

 

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Lochkamera, 13×18 Planfilm – Fomapan 100 , f288, 83 sec

Lochkamera_CheckIn_1000px

Lochkamera, 13×18 Planfilm – Fomapan 100 , f288, 653 sec

Lochkamera_ZKM_1000px

Lochkamera, 13×18 Planfilm – Fomapan 100 , f288, 300 sec

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