19. Mrz '17

365 Tage Studio

» WAS FÜR EIN PROJEKT

Zugegeben es sind ein paar Tage mehr. Am 19. März 2016 unterzeichnete ich unseren Mietvertrag für das Studio, Atelier, die Werkstatt oder wie man es auch immer bezeichnen möchte. Nicht mal einen Monat zuvor stand ich mit gebrochenen Fingern in Stuttgart um die Siebdruckwerstatt nach Karlsruhe zu bringen. Alleine das war schon ein Projekt, das ich heute wahrscheinlich so nicht mehr machen würde.

 

Und mit viel Glück und Zufall standen Thomas und ich damals dann in der Oststadt im Keller, wo die Sabrina ihr Keramikreich hatte und Nachmieter suchte um schneller aus dem Vertrag raus zu kommen, da Sie schon neue Räume gefunden hatte.

 

Mit Barbara und Christian haben wir zwei wirklich tolle Vermieter erwischt, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben und uns im Keller haben einziehen lassen.

 

Der weiße Kasten

Wir hätten unsere sieben Sachen einfach in den Raum stellen können. Kreative Arbeit braucht aber auch eine Atmosphäre in der man gerne am Werken ist und sich auch gerne im Raum aufhält. Es kostete etwas Überzeugungsarbeit bis meine Idee vom weißen Fußboden angekommen war. Letztendlich sieht der Boden heute auch nicht mehr ganz frisch aus. Aber es tat dem Raum im gesamt sehr gut.

„Kleine“ Anpassungen 

Der Raum war fertig. Es war Zeit für die Einrichtung. Nur die musste erstmal in entsprechende Form und Größe gebracht werden um sie in den Keller zu bekommen. Dem großem Becken ging es mit dem Multimaster an den Kragen. Der Kopierrahmen war wesentlich aufwendiger und musste mit der Flex bearbeitet und wieder ein Stück kürzer zusammen geschweißt werden. Und die 8mm Glasscheibe auf ihr neues Format gebracht werden.

 

Es wurde dann Mitte April bis Thomas und meine Sache alle ihren Platz um Keller gefunden hatten und aufgebaut waren. Dazu kam dann noch eine große Decken Lampe über dem Drucktisch und natürlich musste das Wasser noch vom Wasserhahn zum Waschbecken kommen. Ein großer Schreibtisch hielt auch noch Einzug in die Räumlichkeiten, den ich wegen der Größe auch erst im Keller verschweißen konnte.

 

Es folgte eine kleine Umbaupause. Zeit fürs Drucken! Wie funktioniert das mit der Belichtungslampe, was taugen die Siebe und und und. Viel Kopierschicht wanderte in den Abfluss und der Makulaturberg wuchs in die Höhe. Entstanden sind dann aber doch meine Kalender und meine Visitenkarte.

 

Schöner Drucken 

Im Sommer war dann Ausbaustufe Nummer 2 an der Reihe. Auch wenn der Platz begrenzt ist. Schreibtisch und Druckbereich sollten etwas getrennt werden durch ein Podest und eine Reihe Stahlregale.

Da ich unheimlich gerne viel Licht, vor allem verschiedenes Licht um mich habe und die Leuchtstoffröhren im Keller nur helles, grelles Licht machen, gab es eine Reihe von Strahlern und Lampen um weg vom Kellerlook zu kommen.

Ein großer Schritt war dann auch noch das gelöste Abwasserproblem. Ja es war echt eine große Freude nicht mehr mit Eimern das Wasser einen Stock höher tragen zu müssen. Wir liegen im Keller nämlich unter Abflussniveau. Mit kreativer Ideen, einer Tauchpumpe und Gartenschlauch ließ sich auch das Problem endlich lösen und mit selbstgebauter Hebeanlage haben wir jetzt wirklich viel Komfort gewonnen.

 

Die nächsten 365 Tage 

Was die kommenden Tage bringen werden – auf jeden Fall mehr Druck! Aber sicher auch die ein und andere Baustelle auch wieder im Keller. Das Fotolabor steht ja auch noch aus.

 

Noch ein Blick ins kreative Chaos. Sobald das mit dem Laufen wieder klappt, gibt es auch mal richtige Bilder. Aber ich denke die Verwandlung vom tristen Keller in ein echt nettes Studio ist schon mal erkennbar. Und wir freuen uns immer über Besuch!

16. Okt '16

Siebdruckschild für einzig.art

» GEDRUCKT AUF HOLZ

Zum zweijährigen bestehen von einzig.art Karlsruhe habe ich eine kleine Überraschung gestaltet. Ein schickes Schild das sich sogar ganz einfach aktualisieren lässt. Ein Mischprojekt aus Gestaltung, Handwerk und Siebdruck.

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Das Schild bzw. die Konstruktion besteht aus 6mm Kiefernsperrholz und einigen Leisten, die ebenfalls aus Kiefer gefräst sind. Das Trägerschild misst 700 x 300 mm. Die kleinen Tafeln im Format 240 x 200 mm lassen sich austauschen und sind mit unterschiedlichen Texten bedruckt. Für Wetterfestigkeit sorgt ein Klarlack.

 

DIE PRODUKTION

Zugegeben war die Aktion etwas spontan. Es musste beim ersten Mal klappen, was auch super funktioniert hatte. Zuvor hatte ich das Drucken auf Holz noch nicht ausprobiert. Das ist einer der großen Vorteile des Siebdruckes und warum es mich auch reizt – die vielen Möglichkeiten egal ob Druckmedium (Papier, Holz, Pappe, Stoff…) oder Farben. Das bietet kein anders Druckverfahren. Außerdem ist es recht „einfach“ umzusetzen, da die Prozesse leicht lernen lassen.

 

Die kleinen Tafeln sind vor dem Druck einmal mit weißem Lack überzogen worden. Gedruckt wurde mit Acrylfarbe auf 120T Sieben und 2/3 Rakelzügen für gute Deckkraft. Produktionszeit von Idee bis Resultat gute 12 Stunden. Viel Arbeit die sich sehen lassen kann, finde ich!

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Ausrichten der Schilder unter dem Sieb.

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Ein Zug und alles muss passen!

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18. Sep '16

Siebdruck Visitenkarten

» VOM PAPIER BIS ZUM DRUCK IN EIGENPRODUKTION

Längst war es Zeit für ein paar neue Visitenkarten, die vor allem auch mal mit neuem Logo und in DINPro gesetzt sind. Ganz klar war, die Karten werden diesmal selbstverständlich selbst gedruckt! Nur die Frage was will ich überhaupt, war ein längerer Prozess.

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Gelandet bin ich bei „Studio für Gestaltung“. Für mich deckt das am allermeisten das ab was ich anbiete und gewährt auch die völlige Freiheit in welchem Feld ich arbeite – ob Foto, Grafik oder eben Objekt. Bewusst habe ich auch auf „Design“ verzichtet. Persönlich empfinde ich „gestalten“ mehr als Schaffungsprozess der auch über Ideen hinausgeht in die Umsetzung ins Drucken und Handwerken.

 

ZUR PRODUKTION 

 

Format: 85 x 55 mm

Papier: schwarzes Tonpapier 120g,  weiß Meta Touch 280g

Farbe: Acrylfarbe schwarz/weiß

Auflage: 50 Stück

 

Gedruckt habe ich die Karten auf selbst kaschiertes Papier von Meta und normales Tonpapier von bösner. Meta Papier aus Stuttgart haben ein super Sortiment und liefern Kleinstmengen in vielen Bogenformaten. Für den Siebdruck greife ich momentan auf Acrylfarbe zurück.

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04. Mai '16

ZWO17 – Siebdruckkalender

» MIT DEM NEUEN JAHR IN DIE TESTRUNDE

Es ist geschafft, die Werkstatt steht und der erste Output ist gedruckt! Was waren das für Wochen, mal abgesehen von der Organisation der Umzüge aus Stuttgart und dann nochmals in Karlsruhe von einem Ende mitten rein in die Oststadt. Dazu kamen dann noch einige Sonderumbauten wie Vakuumrahmen um schweißen, acht Millimeter Glasplatte zerschneiden und und und. Bevor es mit drucken los gehen konnte war die volle Bandbreite an Handwerk gefragt.

 

Zwei kleine Test während des Aufbaus konnte ich mir nicht verkneifen. Da juckt es schon mal in den Fingern los zu legen. Das wirkliche „kennenlernen“ der Gerätschaften, das austesten von Belichtungszeiten und das Handling mit den doch etwas größeren Siebe, kam live mit dem ersten Druckprojekt. Ein Kalender für das kommende Jahr.

 

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DAS PROJEKT „ZWO17“ 

Format: A1 1/2 ( 297 x 841 mm)
Farben: Acrylfarbe schwarz + kuper
Papier: metapaper smooth 250g
Auflage: 15, nummeriert

 

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Die benötigten Belichtungsfilme habe ich mir zusammen montieren müssen. Ein größerer Drucker steht schon auf der Wunschliste. Alles muss einfach mehr als genau passen sodass im Druck auch beide Farben genau übereinander passen.

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Die Filme liegen unter dem Sieb um Vakuumrahmen. Nach drei Fehlversuchen musste es leider ein A0 Sieb sein. Die sind ganz schön unhandlich! Meine A1 Siebe gehen jetzt dann erstmal zum Neuspannen. Da hängen noch Farbreste vom Vorbesitzer drin.

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Für gerade mal 40 Sekunden feuert die Belichtungslampe auf das Sieb. Dafür aber auch mit 5000 W UV-Licht. Da ist wegschauen bzw. Umdrehen bis die Zeit abgelaufen ist angesagt!

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Die erste Farbe ist dran. Ich verwende Acrylfarben von Bösner mit der Siebdruckpaste von Lascaux, damit die Farbe nicht im Sieb antrocknet. Dann passiert nämlich genau so etwas wie im Bild darunter.

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Die Kalender trocknen nach der ersten Farbe in der Horde bis es mit schwarz weiter gehen kann.

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Das „Monster“. Mal abgesehen das alles Material einfach nur groß gewesen ist. Der Tisch ist eines der einzigen Teile die ich nicht mit Flex und Schweißgerät etwas anpassen musste. Dafür ist mal schnell Umstellen auch nicht drin. Außmaße 2 x 1,5 Meter. Gewicht, wir schätzen 200 kg und mehr.

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Finale! Das schwarz findet deinen Weg auf den Druckbogen.

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