SHOOTING MIT PATRICK
Fast vergessen wie schwer mein ganzer Kram sein kann, holte ich am Mittwoch Patrick am Hauptbahnhof ab für ein lange geplantes Shooting. Wir hatten schon vor einem Jahr mal über einen Termin gesprochen aber so wirklich zu Stande ist nichts gekommen. Erst nach seinem 18. Geburtstag war es dann so weit! (Ja, er ist wirklich 18, auch wenn es auf den Bildern durchaus anders rüberkommt – lasst euch überraschen)
Gearbeitet wurde im Rheinhafen bei bewölktem Himmel und frischen Temperaturen. Lasst euch nicht vom Wetter, besonders von den Wetterberichten, verunsichern. Schaut am Tag des Termins raus und dann wägt ab. Bevor es bei mir nicht in ununterbrochen Regnet sage ich auch kein Shooting ab. Es muss nicht immer Sonnenschein sein!

Patrick ging es wie fast allen Leuten die zum ersten Mal vor der Kamera stehen – er war unsicher uns wusste nicht so genau wohin jetzt mit dem Blick, was machen meine Hände da und und und … Das sollte niemanden abschrecken es nicht zu versuchen. Ihr müsst dann euer Model an die Hand nehmen, es ein bisschen auflockern und ihm immer ein sicheres Gefühl vermitteln. Vor allem auch dann wenn der Ausdruck oder die Pose gerade nicht super sind. Mit positiven Kommentaren oder auch mal einem kleinen Witz wird schnell eine gute Atmosphäre zum Arbeiten. Ich hoffe Patrick kann das bestätigen… .
Was gibt es zu den Aufnahmen zu sagen? Ich habe ein geblitztes Bild dabei, das ich ausführlich durch gehen möchte. Von der Aufnahme, wie stelle ich Kamera und Blitz ein, über die Bearbeitung bis zum fertigen Bild.
Entstanden ist die Aufnahme zwischen zwei Reihen aus Betonsteinen. Nicht viel Platz für einen kleine Blitz, Model und mich mit der Kamera. In der Skizze unten seht ihr wie das Setup umgesetzt wurde. Der Blitz mit der kleinen Softbox ragte von außen sehr hoch in die Lücke der Steine rein (Galgenstativ) und so konnte ich mich unter diesem frei bewegen. Zu erst versuchte ich den Blitz mit der Hand zu führen aber so war ich nicht mehr konzentriert genug um den Bildausschnitt zu wählen.


Fotografiert habe ich mit einer Blende 6.3 bei 1/125 Sekunden um die Wirkung des Lichtes sehr präsent ins Bild zu setzten. Den Blitz stellte ich im manuellen Modus auf die kleinste Zoomstufe ein, so das die Softbox gut ausgefüllt werden kann. Abgefeuerte habe ich den Aufsteckblitz mit einem Kabel bei halber Leistung. Positioniert war er circa ein Meter von Patrick weg von oben kommend.
Die endgültige Aufnahme sah dann wie folgt aus:

Weiter ging es jetzt mit der Postproduktion in Photoshop. Das ganze Bild lebt durch ein paar wenige Ebenen.
Am Anfang steht die Retusche. Seit den Falschen Aufnahmen habe ich auch die Vorteile des „Bereichs-Reparatur-Pinsel“ erkannt. Gerade in Bereichen mit harten Kanten über Übergängen von Helligkeiten kann der Pinsel einiges. Aber zu viel kann man auch wieder nicht erwarten. Um so größer die gewählte Fläche um so schneller wird Matsch geliefert. Da bevorzuge ich doch lieber den einfachen Reparatur-Pinsel bei dem ich meine Quelle selbst festlege.

100 Prozent Ausschnitt - links nach der Retusche, rechts das Original Bild
Fab- bzw. Kontrastkorrekturen oder besser gesagt Optimierungen nehme ich generell schon im RAW-Converter vor, weswegen die in Photoshop entfallen und ich gleich zur eigentlichen Gestaltung übergehen kann.

Im Ebenenstapel liegen als nächstes zwei Tonwertebenen, die für die Abdunkelung im Randbereich sorgen. Dabei sind beide Identisch, nur das die oberste eine Kopie der Untern ist und mit weniger Deckkraft darauf liegt um den Effekt minimal etwas zu verstärken. Angepasst habe ich dabei nur die Mitten im Tonwertdialog in dem ich den Regler nach rechts geschoben habe.
Weiter ging es mit einer Schwarzweiß-Ebene im Modus WeichesLicht um die Kontraste stark zu kräftigen. Wenn ihr im Screenshot der Ebenenpalette euch die Maske der Ebene anschaut, merkt ihr das hier einiges über diesen Weg gesteuert wurde. Ich empfehle es euch! Wer mit PS meint arbeiten zu müssen, der sollte die Arbeit mit Masken und Ebenen im Schlaf beherrschen.

Um die kommenden Ebenen zu verstehen habe ich noch einen weitern Screenshot gemacht. Die Ebenen zwei und vier liegen beide im Modus Inneinanderkopieren. Darauf habe ich die Stimmung „gemalt“. Eine mittlerweile bekannte Methode um Kontraste lokal heraus zu arbeiten. Ich hatte es ja schon öfters von den Speziellen Tools wie den Abwedler und den Nachbelichter, die von einem Mannheimer Photoshoper benutz werden und der das so etwas zur Mode gemacht hat – ich selbst kommt mit den Werkzeugen nicht zurecht und nutze deswegen leere Ebenen, weiße und schwarze Farbe mit dem Pinsel.
Auf dem Screen könnt ihr sehen das ich hier sehr viel nach gemalt habe um die einzelnen Stellen gut zu betonen um den Kontrast zu erhöhen um für den starken Look zu sorgen. Das der Hintergrund flächig Grau ist muss euch nicht stören – der dient hier nur dazu euch die gemalten Ebenen zu zeigen.
Ich trenne hier die kleinen feinen Kontraste über Patrick und denen im Hintergrund die mit einem großen Pinsel entstanden sind extra auf zwei ebenen um gegeben Falls noch einmal besser Stellen wegradieren zu können.
Die kommenden drei Einstellungsebenen bestimmen dann schon den Farblook der Aufnahmen. Die Fabrton-/Sättigungsebene sorgt für einen goldgelben Schein im Bild und macht es durchweg etwas wärmer. Obligatorisch sorgt die Kurve für meinen individuellen Look in Kombination mit der Verlaufsumsetzung, die dem Bild wieder Sättigung und Farbe nimmt.
Das war der Weg von der Aufnahme bis zum fertigen Bild. Ich hoffe, dass für einige etwas Interesanntes dabei war und ihr es auch für euch selbst umsetzten könnt.
Weitere Bilder aus dem Shooting:





MAL ETWAS ANDERES
Ich habe einmal gesagt “ich möchte nur Waschmaschinen fotografieren – die laufen nicht weg, nörgeln nicht und sind pflegeleicht”. Gelandet bin ich aber doch mitten in der Portrait-Schiene. Am Freitag abend baute ich aber einmal wieder ein Set-Upf für ein paar Freisteller auf. Für neues Werbematerial der Getränkemarke OBC – vielleicht ist dem ein oder andern der Name bekannt – galt es neue Aufnahmen der Falschen zu gestalten. Das Ganze kam über die Firma, da ich aber zuhause wesentlich mehr Zeug griffbereit habe und es umständlich wäre dies alles in die Firma zu schaffen, vergnügte ich mich am Abend damit, denn bis Montag müssen diverse Printmedien in den Druck gegeben werden.

Bedenken hatte ich durch aus im Vorfeld, denn Glasflaschen hatte ich bis dato noch nicht vor der Linse. Zur Hilfe hatte ich die alten Aufnahmen bekommen, die von einem Fotografen stammten. Klein ist mein Zimmer nicht, nur um mehre Stative, einen Aufnahmetisch und die Kamera irgendwo unter zubringen musste ersteinmal Platz geschafft werden.
Als Fläche baute ich kurzerhand aus meinem kleinen Tisch und der Monitorverpackung einen Aufnahmetisch. Als Hintergrund diente schlichter weiß, matter Karton der zur Hohlkehle aufgestellt wurde.Klar war mir, dass ich von links und rechts Licht setzen muss um eine gleichmäßige Ausleuchtung zu erhalten. Zusätzlich brachte ich noch einen meiner kleinen Blitze im Hintergrund an, der gleichzeitig die großen Studioblitze auslöste (ja ich hab jeder ein Sync-Kabel – das ist futsch! Noch irgendwelcher Funkstrecken).
Fotografiert habe ich mit voller Brennweite von 200mm bei Blende 18, 1/160 und ISO 200 um wirklich jegliche Unschärfe im Verlauf der Falsche zu verbannen. Die großen Blitze liefen auf 1/4 Leistung rechts (gesehen von hinter der Kamera) und links bei einer Leistung von 1/3. Bis die wirkliche Einstellung von Postion, Feinabstimmung der Belichtung und der Position festgelegt war, dauerte es eine gute Stunde und 36 Aufnahmen. Die verwendbaren Bilder der einzelnen Aufnahmen – drei pro Falsche – waren in zehn Minuten erledigt.

Am Morgen danach - der Blick von oben

Geshootet habe ich direkt auf den PC via EOS Utility, eine Software die mit jeder Kamera geliefert wird. Ich finde das Tool wirklich ganz gut, es läuft zwar nicht immer stabil aber um die Kamera fernbedienen oder einfach nur einen “realtime” Datentransfer zwischen Kamera und Computer herzustellen ist es wirklich eine feine Sache. Um die RAW Aufnahmen anzuschauen nehme ich die Adobe Bridge, in der ich gleich Zugriff auf die RAW Konvertierung und Photohop habe. Wer mehr wissen möchte zur Bridge und warum für mich persönlich Lightroom oder CapatureOne keine Option sind – einfach ein bisschen hier im Blog suchen.


links: Vorlagen Bild - mitte: Adobe Bridge - rechts: EOS Utility Vernsteuerung der Kamera
Auf einen manuellen Weißabgleich habe ich verzichtet – nicht gerade die vorzeige Methode aber nach einem ersten Test des Digitalen, der super passte, beschloss ich keinen Weißabgleich direkt in der Kamera vorzunehmen. Das klappt allerdings nicht immer. Also bitte Vorsicht!

Aufnahme direkt aus der Kamera (links) im Vergleich mit der Fertigen (rechts)
Trotz extra Politur zurvor haben die Falschen natürlich kleine Macken durch den Rücklauf und den Transport. Dazu gesellen sich noch Luftblasen in der Flasche, Spiegelungen der Blitze und und und – ein Fall für den digitalen Zauberkasten. Für jede Aufnahme noch ein bisschen Kosmetik mit dem Reparaturpinsel und zu guter letzt noch eine kleine farbliche Anpassung an die originale.
Die wirkliche Freistellarbeit musste ich nicht selbst übernehmen. Dafür habe ich noch ein Logo hier liegen das nach gesetzt werden muss. Es hat mir wirklich Spaß gemacht die Falschen zu fotografieren. Erstaunlich finde ich auch die Abbildungleistung der Kamera – das Druckraster der Etiketten ist auf den großen Aufnahmen sichtbar…
UPDATED
Seit Freitag bin ich stolzer Besitzer eines neuen Wacom Grafik-Tabletts der 5er Reihe. Mit der Marke bin ich seit 4 Jahren sehr zufrieden – doch das große Intuos 3 ist mir in den letzten Monaten einfach doch zu groß geworden. Deswegen habe ich mich schon länger im großen online Aktionshaus nach einem neuerem Tablett umgesehen. Aber wirklich den Anreiz zum mitsteigern hatte ich bei meinen Beobachtungen nicht – meist sind die Bretter doch recht teuer weggegangen, was auch für gepflegte Tabletts in Ordnung ist.
Wie es der Zufall wollte, brachte Wacom vor wei Wochen dann eine ganzen neue Modellreihe auf den Markt. Ich habe das erst nur am Rande mitbekommen und mir auch nicht all zu genau angeschaut sondern nur kurz ein paar Teaser angelesen in dem von Multitouch die Rede gewesen ist. Irgendwie hat es mich dann doch ein paar Tage später gereizt mehr darüber zu erfahren und machte mich auf der Website von Wacom schlau. Vorallem auch nach einem Preis – im Herstellershop gibt es das Tablett mit Touch in der Größe L für 479 Euro. Eine Menge Geld, gebe ich zu. Aber auf jeden Fall ist es jeden Cent davon wert, wenn mann gerne mit dem Stift arbeitet. Und im im Vergleich zu einem gebrauchtem der 4er Generation 100-200 Euro teurer.
Leider war mein Wunsch Tablett ausverkauft – erst vergangenen Mittwochabend habe ich dann doch spontan zu geschlagen und mir eines bestellt und zusätzlich ein Wireless-Kit mit dazu. Großer Pluspunkt schon bei der Bestellung über den Wacom-Shop fand ich die wahnsinnig vielen Zahlungsmöglichkeiten und die sehr übersichtliche Führung durch den Prozess.

Zwei Tage später brachte dann der UPS Mann ein Paket zu mir – leider jetzt nicht wirklich so super gut verpackt muss ich sagen – einwelliger Pappkarton und halbordentlich einmal mit Klebeband umwickelt. Das fande ich etwas schade von Wacom. Der Inhalt war aber unbeschädigt. Etwas verwundert bestaute ich das neue Tablett, den die Größe der eigentlichen Verpackung hat mich doch etwas irritiert. Fast gleich groß wie mein altes Tablett…

Erster Eindruck
Ausgepackt ist es dann doch ein bisschen kleiner gewesen. Wacom hat dem Tablett eine matte, teils gummiartige Oberfläche verpasst. Die Funktionstasten sind eingelassen und unterbrechen das Design nicht mehr durch sichtbare Taster. Der Sprung vom 3er zu einem 5er ist natürlich gewaltig. Alleine die Dicke des neues Bretts ist gut 3 mal dünner als mein Altes. Bei der Version dazwischen gab es LED neben den Tasten, die die Funktionsbelegung angezeigt haben, darauf verzichtete Wacom diesmal wieder.
Gesamteindruck von außen: sehr edel, robst und zum Arbeiten geschaffen.

Die Installation ist wirklich Kinderleicht. Ein passender Treiber und ein Handbuch wird obligatorisch per CD mitgeliefert. Kann aber auch jeder Zeit online geladen werden. Anschließend steht die Konfiguration an. Und hier gibt es nun wirklich richtig Arbeit. Denn nicht nur der Stift, die Tasten und der TouchRing wollen belegt werden – jetzt stehen auch Touchgesten zur Verfügung.

Die neue Touch-Funktion
Wie wo was Touch? Mit der neuen Reihe ist möglich direkt auch ohne Stift mit dem Tablett zu arbeiten. Ganz einfach mit dem Finger drüber fahren und der Cursor bewegt sich. Natürlich nicht mit der gleichen Präzision wie durch den Stift – also Retuschieren mit dem Finger ist nicht drinne. Dazu kommen noch ein Berg an Kombinationen durch wischen oder halten verschieden vieler Finger auf dem Tablett.

Ähnlich wie auf iPhone und co. kann zum Beispiel mit zwei Fingern durch langsames auseinander oder zusammen ziehen ein/aus gezoomt werden. Weiter stehen Gestern für die Kombination mitdrei, vier und fünf Fingern an, die man sich ganz selbst belegen kann.
Was auch noch neu ist
Nun mag man sicher erstmal denken, das es eine nette Spielerei ist – was bis zu einem gewissen Punkt auch stimmt. Aber ich entdecke jetzt so langsam die Möglichkeiten für einen alltäglichen Einsatz! Vor allem die Navigation durch den Touch in Photoshop, ohne das Handwerkzeug auswählen zu müssen ist super. Das eigentliche störende bin momentan nur ich – denn es ist wirklich ein anders Arbeiten.

Wer vom 4er jetzt die LEDs neben den Tasten vermisst – ganz verschwunden ist die Bezeichnung der Belegung nicht. Jetzt blendet sich seitlich im Monitor ein kleines Menü ein, auf dem eine Übersicht zu sehen ist. Wahlweise kann man das auch ausschalten. Ich denke für die Zeit der Eingewöhnung ist das ganz nett. Die Tasten – vier oben und vier unten – habe zusätzlich eine kleine Fühlhilfe, damit man auch blind sich zurecht findet ohne immer extra die Tasten suchen zu müssen.
Ich bin ziemlich angetan vom Tablett! Und bereue es in keinster Weise es gekauft zu haben. Es wird für die nächsten Jahre ein gutes Arbeitsgerät sein! In einigen Wochen werde ich dann nochmal hier berichten ob es sich bewert hat oder doch der totale Flop geworden ist.
SHOOTING MIT ADNAN
Vor vielen Wochen hatte ich ein Shooting mit Adnan – ich kann euch gerade echt nicht mehr sagen wann das ganze stattgefunden hat. Und durch die Viele Arbeit drum herum bleiben die Bilder erstmal liegen und gerieten etwas in Vergessenheit. Vielleicht auch weil der Analoge Part, auf den ich mich sehr freute, beim Entwicklen kaputt gegangen ist. Mir ist die Entwicklerdose aufen Boden gefallen – und damit war der Film Geschichte.

Natürlich müssen sich die digitalen Aufnahmen nicht verstecken. Herliches Wetter, nicht zu kalt und viel Sonne, machten es super angenehmen. Gebraucht habe ich für die Shoots so gut wie nichts – links habe ich mit dem mittleren Bouncer etwas aufgehellt und ansonsten alles nach dem vorhandenem Licht ausgelegt. Weniger ist oft mehr – nehmt euch das einmal zu Herzen und versucht es auch die gleiche Art anzugehen.

Der Aufnahme habe ich in Photohsop noch zu viel Kontrast verholfen – ich bin kein großer Fan von flauen, grauen monochormen Aufnahmen. Zum einen lässt sich da gut mit der Gradationskurve arbeiten und Masken aber ich nutze nach wie vor gerne die Mothode des Malens mit schwazer bzw. weißer Farbe auf einer extra Ebene.

Was hier nach abstrakter Kunst und einer wilden Strichen aussiehst, lässt erhanen was auf dem Bild zu sehen ist. Das Flächige grau (50%) habe ich nur eingebracht, damit ihr einen Unterschied überhaupt seht. Die Ebene lieght im Füllmodus Ineinanderkopieren, der genau das 50% Grau wertet als wäre da gar nichts. Außschließlich Farbwerte die darüber oder darunter liegen haben einfluss auch eure Aufnahme. Ich hatte es ja einmal ganz ausführlich über meinen Weg – wie ich das angehe und daran hat sich auch nichts geändert. Mit weißer Farbe gehe ich die hellen Bereiche der Bildes nach um diese aufzuhellen und umgekehrt nehme ich Schwarz um dunkle Bereiche stärker zu zeichnen. Das Funkioniert aber nur dann, wenn ihr mit sehr wenig Deckkraft und einer sehr weichen Pinselkante arbeitet oder euch ein Grafik-Tablett zur Verfügung steht, das drucksensitiv ist.
Den gleichen “Effekt” erziehlt ihr auch mit dem Füllmodus Weiches-Licht – der aber schwächer ausfällt als das Ineinanderkopieren. Ihr könnt auch zwei Ebenen mit beiden Modi kombinieren um noch eine bessere Abstufen zu erhalten. Zum Beispiel mit Weichem Licht die Körperpartieren nach Zeichenen und das Drumherum mit der stärkern Variante Ineinanderkopieren.

Ein recht sommerliches Bild mitten im späten Winter! Wenn ihr euch die original Aufnahme anschaut, dann werdet ihr schnell sehen, das hier doch etwas mehr digitale Kunst enthalten ist. Ich bin kein Profi-Photoshoper und schon gar kein großer Retuschier-König. Ich würde von mir selbst sagen, das ich das Programm sehr sehr gut kenne, weiß was ich über welchen Weg erreichen kann und dir ein oder andern Tricks habe. Es ist viel Übung und Erfahrung um mit dem mächtigen Werkzeug Photohsop eine Bild zu bereichern oder es in Grund und Boden zu zerstören.

Hier ist der “Beweiß” das in diesem Bild doch einiges gemacht wurde – ich schreibe das jetzt nicht als wäre es verwerflich oder etwas Besonders. Meine Bilder, die ich auch hier zeige oder auch bei mir hängen habe, leben druch den Stil meiner Bearbeitung.
Bei dieser Aufnahme war die Kunst, den Schein im Hintergrund so einzubauen, das er erstens nicht zu dominant im Bild erscheint und zweitens nicht das ganze Bild kippen lässt.

Dahinter steckt eine Tonwertkorekturebene bei der ich den Tonumfang der dunklen Bereiche zurückgenommen habe. Das erscheint als weißer, heller Schleier im Bild. Ihr sieht ich habe hier den Umfang um fast einfünftel Beschnitten umd den passenden Wert zu finden. Ich würde auf jedenfall nicht über einen Wert von 70 gehen, da euch sonst zu viel an Information im Bild verlohren gehen würde. Zu dem seht ihr hier noch die Ebenenplaette mit der ausgewählten Tonwertkorrektur – ihr werden mit einer Maske die Bereiche noch ausschmücken müssen, die nicht vom Effekt betroffen sein sollen. Ich habe hier zuerst diagonal einen Farbverlauf aufgezogen und anschließend im Untern (schwarzen) Bereich noch mit einem großen Pinsel nach gemalt damit die Kante nicht zu hart ausfällt und es natürlicher aussieht. Wenn ihr diesen Schein in echt fotografieren würdet (ja das ist möglich), dann würde der ja auch nicht mitten im Bild aufhören sondern sich durch ziehen.
Mehr Bilder gibt es in der Galerie zum Shooting
SHOOTING MIT JULIAN
Last euch vom Wetter nicht beeinflussen. Es muss nicht immer strahlender Sonnenschein sein. Ich kenne einige die sich gerne mit Sätzen wie “Uh heute war es so grau und gar keine sonne” oder “Es hat geregnet” raus reden. Ihr wisst ich schreibe gerne über das Wetter – es ist ein Faktor den ihr nicht beeinflussen könnt. Gerade wo momentan mehr nach Frühling ausssieht als nach Winter.
Wenn ihr raus geht zum Shooten dann müsst ihr euch mit dem Wetter arangieren und es in die Bilder mit einbeziehen. Wagt es mal bei tristen Wetter raus zu gehen oder auch mal bei vollen Sonnenschein um 12 Uhr Mittags. Ihr habt alles in der Hand!
Vor zwei Wochen war es so richtig trübe als es mit Julian in den Rheinhafen ging. Entstanden sind sehr ruhige, emotionale Bilder die super genau diesem Wetter un dem Umfeld im Rheinhafen passen!

Die Aufnahme ist geschossen bei f2.8, 1/250 und ISO 200 mit dem Bouncer von leicht rechts. Wer jetzt glaubt das hätte ich mir bei dem Wetter doch spraren können, es ist ja keine Sonne da die reflektiert werden kann, den muss ich richtig entäuschen. Auch bei tristem Wetter kann man mit den Bouncern richtig gut arbeiten. Das Licht, dass durch die Wolken kommt, reicht völlig aus um hier eine dezente Aufhellung raus zu holen!

Ihr seht von der Aufnahme zum fertigen Bild ist es noch einmal ein Schritt auch wenn es vermeindlich nicht so aussieht. Deswegen gibt es heute einen Ausflug in die Postproduction – weniger ist mehr, mehr Arbeit!

Die Retusche lasse ich aus. Die erste “wichtige” Ebene in der Arbeit ist die Kontrast im Hintergrund. Dahinter steckt eine Verlaufsumsetzung die im Füllmodus Weicheslicht auf dem Bildl liegt. Wenn ihr die Maske (daneben) anschaut, wirkt sich der Effekt wirklich nur auf den Hintergrund aus. Dadruch kommt die Struktur des Beton sehr gur raus. Auf die gleiche Weise könnt ihr auch einen Himmel sehr dramatisch gestallten.
Interessant ist auch die Ebene Randabschattung. Vielleicht hätten die meisten sie als “Vignette” beschreiben. Aber das trifft es nicht. Die Viegnette ist Objektiv bedingt und sorgt für dunklere Ecken. Was ich mit der Tonwertebene hier anstelle ist eine geziehlte Konzentration für das Auge auf den Mittelpunkt des Bildes.

Wie das funktioniert? Ihr braucht eine Auswahl, deren Kannte hier auf volle 250px weichzeichnet und diese dan umkehrt. Wenn ihr jetzt eine Tonwerktkorrektur anlegt, wird die Auswahl automatisch als Maske übernommen und ihr könnt die Grautöne in der Mitte in den hellern Bereich (kleiner 1) ziehen. Ihr müsst allerdings darauf achten, das der Effekt nicht wie ein Passepartout aussieht.
Momentan gefällt mir der Look in dem ich die Mitten anheben. Legt eine neue Gradationskurve an und schribt in der Mitte einen punkt leicht nach links oben, so das sich eine leichte Wölbung ergibt. Wem jetzt die Tiefen etwas abrutschen. Der kann für einen bessern Kontrast den Schwarzpunkt (Punkt in der linken untern Ecke) nach rechts schieben.

Um dem Bild einen warem Farbton zu geben habe ich noch eine Fabrton/Sättigungsebene (Färbung) mit eingebracht. Diese liegt allerdings nicht als Farbfäche darüber sondern wird mit dem Füllmodus Weicheslicht verrechnet.

Dassorgt dafür das auch der Kontrast etwas gesteigert wird. Wenn ihr die Methode einmal ausprobiert, dann aufjeden Fall die Deckkraft runterschrauben und gegebenfalls über den Helligkeitsregler die Tiefen zurück holen.
Bis der Look von so einer Aufnahme stimmt braucht es einige Zeit. Die Retusche ist eine eher handwerkliche Angelegenheit, bei der ihr von Bild zu Bild besser und sicher werdet. Aber ewas danach kommt ist auch für heute noch eine Art Rätsel. Zwar ist da ein Gefühl wo es hin gehen soll. Nur genau das umzusetzten ist nicht immer leicht.
Bilder aus dem Shoot


