04. Mai '16

ZWO17 – Siebdruckkalender

» MIT DEM NEUEN JAHR IN DIE TESTRUNDE

Es ist geschafft, die Werkstatt steht und der erste Output ist gedruckt! Was waren das für Wochen, mal abgesehen von der Organisation der Umzüge aus Stuttgart und dann nochmals in Karlsruhe von einem Ende mitten rein in die Oststadt. Dazu kamen dann noch einige Sonderumbauten wie Vakuumrahmen um schweißen, acht Millimeter Glasplatte zerschneiden und und und. Bevor es mit drucken los gehen konnte war die volle Bandbreite an Handwerk gefragt.

 

Zwei kleine Test während des Aufbaus konnte ich mir nicht verkneifen. Da juckt es schon mal in den Fingern los zu legen. Das wirkliche „kennenlernen“ der Gerätschaften, das austesten von Belichtungszeiten und das Handling mit den doch etwas größeren Siebe, kam live mit dem ersten Druckprojekt. Ein Kalender für das kommende Jahr.

 

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DAS PROJEKT „ZWO17“ 

Format: A1 1/2 ( 297 x 841 mm)
Farben: Acrylfarbe schwarz + kuper
Papier: metapaper smooth 250g
Auflage: 15, nummeriert

 

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Die benötigten Belichtungsfilme habe ich mir zusammen montieren müssen. Ein größerer Drucker steht schon auf der Wunschliste. Alles muss einfach mehr als genau passen sodass im Druck auch beide Farben genau übereinander passen.

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Die Filme liegen unter dem Sieb um Vakuumrahmen. Nach drei Fehlversuchen musste es leider ein A0 Sieb sein. Die sind ganz schön unhandlich! Meine A1 Siebe gehen jetzt dann erstmal zum Neuspannen. Da hängen noch Farbreste vom Vorbesitzer drin.

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Für gerade mal 40 Sekunden feuert die Belichtungslampe auf das Sieb. Dafür aber auch mit 5000 W UV-Licht. Da ist wegschauen bzw. Umdrehen bis die Zeit abgelaufen ist angesagt!

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Die erste Farbe ist dran. Ich verwende Acrylfarben von Bösner mit der Siebdruckpaste von Lascaux, damit die Farbe nicht im Sieb antrocknet. Dann passiert nämlich genau so etwas wie im Bild darunter.

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Die Kalender trocknen nach der ersten Farbe in der Horde bis es mit schwarz weiter gehen kann.

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Das „Monster“. Mal abgesehen das alles Material einfach nur groß gewesen ist. Der Tisch ist eines der einzigen Teile die ich nicht mit Flex und Schweißgerät etwas anpassen musste. Dafür ist mal schnell Umstellen auch nicht drin. Außmaße 2 x 1,5 Meter. Gewicht, wir schätzen 200 kg und mehr.

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Finale! Das schwarz findet deinen Weg auf den Druckbogen.

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20. Mrz '16

30 Tage voller Action!

» VON EINEM ZUM ANDEREN

Zum Glück hatte der Februar 24 Stunden mehr als üblich. Zeit die nicht ungenutzt war, denn in den vergangenen Wochen war so einiges los. Manchmal kommt alles von ganz von alleine zusammen. Wenn auch nicht gezielt aber es ergibt sich daraus wieder ein Schritt nach vorne.

 

Ein „kleiner“ Einkauf 

Angefangen hat alles Anfang Februar mit einer Anzeige auf ebay-kleinanzeigen. In Stuttgart stand Siebdruckequipment zu verkaufen. Besser gesagt eine ganze Handdruckerei. Um es kurz zu machen: die steht jetzt in einem Zwischenlager. Im Nachhinein war das eine Nummer zu groß, die ich auch mit zwei gebrochenen Fingern „bezahlen“ durfte. Näheres möchte ich Euch ersparen. Jeden Falls auch noch mal hier ein großes Danke an die Umzugshelfer. Insbesondere dir Philipp! Vielen, Vielen Dank.

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Siebe über Siebe – von A2 bis A0 auf meinem Drucktisch. Noch im Zwischenlager.

 

Kreativ Spielplatz
Zum Zeitpunkt des „Spontankauf“ war eine spätere Nutzung noch nicht ganz sicher. Und dann ergab sich auf einmal ganz unverhofft eine Option. Thomas, mit dem ich vor drei, vier Jahren mal angefangen hatte mit dem Siebdruck, entdeckte auf k3 eine Anzeige – Atelier, Werkstatt, Büro in der Oststadt zu vermieten.

 

Ein großer Raum mit ca 60qm in einem Hinterhaus in der Oststadt. Es liegt im Keller. Durch drei sehr große Fenster und Lichtschächte kommt erstaunlich viel Tageslicht rein. Super für einen Keller. Ein Lastenaufzug, Starkstrom und Wasser ist auch vorhanden. Einfach perfekt!

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Heute Morgen war ich zum Boden streichen dort. Es hat geklappt! Die Räumlichkeiten teilen Thomas und ich uns. Wie in der Anzeige schon beschrieben als eine Kombi aus Werkstatt, Atelier und Büro. In den kommenden zwei Wochen sollte der Umzug stattfinden aus dem Zwischenlager in den kreativen Spielplatz.

 

Mit wenig Einsatz viel schaffen
Philipp hat eine neue Wirkungsstätte gefunden und ist bei blue-tomato in Karlsruhe. Der durfte sich noch um einen Schreibtisch fürs Büro kümmern und fragte mich um Hilfe. Die schnelle Baumarktlösung mit Küchenarbeitsplatten aus Buche wäre zwar sicher auch etwas gewesen aber auf die Schnelle (an einem Tag) haben wir gemeinsam aus neuen Baudielen einen schicken, einzigartigen Eckschreibtisch gebaut, der sich sehen lassen kann.

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Der Schreibtisch befindet sich leider im Büro. Zu Gesicht bekommt man ihn deswegen leider nicht. Aber am Tag der Eröffnung bin ich eine Stunde durch den Laden gezogen und habe versucht das Flair einzufangen. Schickes Konzept! Sehr viel Ware auf kleinem Platz aber ohne das Gefühl erschlagen zu werden. Sehr warm und einladend.

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Mehr Bilder findet Ihr auf facebook…. 

 

SHOOTING TIME!
Spontan gab es diese Woche dann ein Shooting. Lukas war die Woche in der Region und hatte mich angeschrieben ob ich Zeit und Lust hätte für einige Aufnahmen. Für alle die sich jetzt fragen:“Lukas wer?!“. Vielleicht erkennt Ihr ihn auf dem Screenshot wieder.

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21. Feb '16

In Boxen um die Welt

» HANDGEFERTIGTE SCHACHTELN

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Wie viele Schachteln ich bis jetzt gemacht habe, keine Ahnung. Die Schritte laufen präzise wie ein Uhrwerk. Nur für die Auswahl des passenden Bezuges, gerade wenn es Stadtpläne oder Landkarten sind braucht es oft ein bisschen mehr Zeit. Bis der ideale Ausschnitt ausgewählt ist.

 

Wer als Fotograf ausgedruckte Bilder mag und viele Abzüge aufbewahren will, braucht irgendwann einmal Ordnung schaffen müssen. Genau deswegen habe nach dem Buchbinden mich einmal schlau gemacht wie das mit den Schachteln funktioniert. Viele meine ersten Schachteln beherbergen nach wie vor Prints, Abzüge und Drucke und co. Und das mittlerweile bis zur Größe A2.

 

Die Meisten ziert noch ein schlichter Überzug aus bunten, einfarbigen Papieren oder schlichtem weiß. Bis mir einmal eine Karte des Schwarzwalds in die Hände gefallen ist. Klappte super! Eine echt schicke Idee.

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Durch Zufall habe ich neulich einen Stapel alter Reisekarten bekommen. Eine Tour um den Globus. Vom nahen Nachbar Frankreich über Indien, Japan, Afrika bis hin zu Süd-/Nordamerika. Da alte Karten überwiegend auf ungestrichenem Papier gedruckt sind, lassen diese sich eher einfacher verarbeiten als Aktuellere, die auf gestrichenem Papier gedruckt sind.

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Durchgesetzt haben sich aktuell die Varianten für DIN A4. Sonderformate sind natürlich auch kein Problem, ausreichend „Luft“ plane ich auch immer mit ein. Natürlich gibt es nicht nur den Deckel der Schachtel. Die tragende Rolle spielt der Boden. Standardmäßig halte ich diese in Schwarz. Wobei Innenseiten meist weiß sind. Aber selbst der Boden kann abgestimmt auf den Bezug sein.

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So viele schöne Boxen kann ich selbst gar nicht füllen. Deswegen würde ich mich auch freuen, wenn sich Interessierte melden. Schachteln für A4 gibt es ab 10 Euro. Je nach Höhe ein zwei Euro mehr.

13. Jan '16

Grobe Eleganz

» DIE ARBEIT MIT ALTEN BAUDIELEN

Das neue Jahr ist jetzt schon wieder ein paar Tage alt und ich melde mich mal wieder mit einem aktuellen Beitrag was zwischen den Couchtischen alles passiert ist und aktuell in Planung ist. Um es ganz nüchtern gleich vor weg zu schreiben: Fotografisch wird sich erstmal nichts regen.

 

DER TISCH 

Ein echtes Schmuckstück ist fertig geworden. Nach dem die Platte schon wieder ordentlich Staub angesetzt hatte wurde „Hochzeit“ gefeiert mit dem eigens geplanten Gestell aus Stahl in H-From gefeiert.

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Tisch aus alten Baudielen mit zwei Füßen aus Stahlrohr

Aus Baudielen Möbel zu bauen ist keine neue bahnbrechende Idee von mir. Im Netz finden sich unzählige Ideen und Möbel in jeglicher Qualität. Was mit persönlich immer etwas fehlt dabei ist ein bisschen Zurückhaltung und Schlichtheit. Da das Material an sich schon sehr rau, stark und dominant ist muss man es nicht immer noch zusätzlich in klobigen Umsetzungen zur schau stellen. Bei mir sollen die verleimten und geschliffenen Baudielen in Kombination mit einem besonderen Gestell ihr Gesicht zeigen wie sie sind: benutz, charmant und einmalig.

 

DAS MATERIAL

Am 23. Dezember gab es dann praktisch schon mal ein Weihnachtsgeschenk. Spontan habe ich in Ludwigsburg ein Stapel alte Baudielen zum Verkauf entdeckt und musste einfach zuschlagen.

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Rund 60 Laufmeter liegen auf den beiden Stahlböcken aus denen neun Platten zwischen 3 x 1,25 Meter und 0,8 x 0,5 Meter entstanden sind. Mehr als 100 Domino Dübel sind schon eingefräst worden und eine Flasche Leim hält die Dielen fest zusammen.

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Die letzten Dielen sortiert, gesäumt und bereit zum Verleimen.

 

 

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Das Monster: 3,0 x 1,25 Meter misst die größte der verleimten Platten

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Die erste komplett fertige Platte nach dem ersten Öl Auftrag

 

 

Wer sicher gerne mal die Platten anschauen möchte und meine andern Möbel und vielleicht noch das ein und andere Einzelstück sucht. Der darf gerne bei „einzig.art – wohnkultur aus Karlsruhe“ vorbei schauen.

06. Dez '15

Couchtisch Nr. 1

» VON NEUEM HOLZ - ZU RUSTIKAL ABER ELGANT

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Neuer Sonntag – neuer Couchtisch. Wobei ich euch heute den ersten Couchtisch präsentiere den ich gebaut habe vor einigen Wochen. So zu sagen war es die Premiere aus einfachen Bauholz eine schickte Platte zu verleimen. Einfache raue Fichtenbretter aus dem Baumarkt waren das Material für ein paar Euro, die dann mehr Mal durch die Hobelmaschine gelaufen sind. Die Füße sind aus feinem Flachstahl geschweißt.

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Die Platte ist wieder gespiegelt aber nicht ganz glatt belassen. Ein wenig rustikalen, alten Charm wollte ich Ihr wieder geben. Um aus neuem Holz altes zu machen gibt es viele Wege. Aber keinen goldenen der mit einem Wisch zum Ziel führt. Auf alt trimmen macht viel Arbeit.

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Ein Mix aus Nägeln, Schrauben und sonstigem Metall was man findet in ein Tuch gewickelt und damit ordentlich auf das Holz gehauen, sorgt für grobe, ungleichmäßige Stellen.

 

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Mit Schrauben und Nagelköpfen lassen sich noch tiefere Fehlstellen.

Final noch ein bisschen dünne Beize über die Platte gestrichen, damit die gerade erzeugten Stellen noch besser raus kommen und anschließend mit einem hellem Wachs die Oberfläche poliert.

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