Jahresrückblick

THE END

Heute gibt es den letzten Teil vom Jahresrückblick 2010. Die Letzten Shootings und die Projekte des letzten halben Jahr – für euch zusammen gefasst.

meine art
Nicht nur Shootings standen im Mittelpunkt. Auch in der zweiten Hälfte des Jahres erarbeitete ich einige Projekte im „streetart-Bereich“. Ein ständiger Begleiter war das Projekt „Stadbild_0610“ in dem ich die Veränderungen durch die Kömbilösung darstellen möchte. Das Projekt brachte mir auch einen Artikel bei ka-news ein in dem ich meine Arbeit und mich vorstellen durfte.

Auch die Debatte um googles Streetview griff ich auf um zu zeigen, dass man nicht Angst vor Kameras auf Autos haben sollte  – denn Eindrücke, skurrile Ereignisse und besondere Aufnahmen bekommt man ganz einfach aus dem Handgelenkt. Alle aufnahmen die ich in „Street View“ verarbeitet habe sind auf diese Art entstanden. Nicht durch den Sucher schauen. Kamera in Hüfthöhe. Los geht’s! Ein Experiment war das Projekt Lochkamera. Mit einer heißen Nadel schmolz ich ein den Schutzdeckel für den Kamerabody ein kleines Loch. Deckel auf die Kamera und los ging es!  Einmal quer durch die Innenstadt nur mit Kamera und Deckel.  Belichtungszeiten von einer Sekunde waren hier normal und Schärfe nicht gefragt. Karlsruhe abgebildet in einer eigenen, faszinieren Aufnahmetechnik.

Links: Stadbild_0610; ka-news – Bericht, Street View, Lochkamera – ein halber Millimeter

Philipp & Patrick, Timo L. & Dennis
Auf Philipp bin ich durch einen großen Zufall gestoßen und was war auch recht spontan das wir dann tatsächlich zusammen gearbeitet haben. Überraschender Weise ist er nicht alleine zum Shooting gekommen. Patrick, ein Kumpel von ihm war also auch mit dabei – doppele Arbeit für doppelt so viele Bilder. Entstanden sind viele Blitzbilder aber auch eine besondere „available Light“ Aufnahme von Philipp im Stil meiner Studio Bilder – mit Farbe überlagert! Das Bild an sich hat eine unglaubliche Spannung und Gefühle, welche durch die blau/gelb Tonung verstärkt wird.

links: Philipp, rechts: Patrick

Anfang Oktober besuchte mich Timo L. für ein Shooting im Rheinhafen. Das Wetter war genial! Sonnig, etwas Wind und gute Laune – was will man mehr für einige Aufnahmen. Timos Blick war unglaublich! Er beherrschte es die Augen leicht zu zukneifen um einen anrüchigen, spannungsvollen Blick in die Kamera zu werfen. Resultat: einzigartige Aufnahmen die ich um Blog als „Fashion by tobyart.de“ präsentiert habe.

links: Timo L., rechts: Dennis K.

Als nächstes kam eine Überraschung auf mich zu. Mit Dennis arbeitete ich an einem Freitag nach Feierabend. Er überraschte mich, weil er extrem ruhig war – was mich auch etwas verunsichert hat, ob meine Arbeit wirklich bei ihm ankommt. Deswegen hier mal ein Apell an Alle die einmal bei mir vor der Kamera stehen werde/wollen: bitte seit so ehrlich und sagt wenn es Mist ist was ich produziere! Nichts ist schlimmer als nett gemeintes Lob ob wohl es einem nicht gefällt.

Links: Philipp und Patrick, Timo im Rheinhafen, Shooting mit Dennis

Equipment
Zugegeben bin ich nicht der Technikfreund. Aber dennoch darauf angewiesen. Ohne Kamera könnte ich keine Aufnahme festhalten, ohne Reflektoren nichts aufhellen und ohne Blitze kein Licht setzen. So sammelt sich einiges an. Und heute gebe ich einmalig einen Einblick über all das ich für die Shootings nutze!

praktisch: die Deckenhöhe von 3,5 Meter schaft Stauraum in der Höhe für Stative und Reflektoren (Bouncer). In der Kommode hat alles Andere wie Kamera, Objektive, Stativmaterial, Akkus und Co seinen Platz.

Meine bescheidene Kameraausrüstung. Ein Body und ein Objektiv. Das Tele (hinten) nutze ich nicht mehr...

Ich lege viel Wert auch kleine Helferlein und vernachlässige deswegen mein Kameraequipment. Dank dem Zivildienste wird es in den kommenden Monaten noch einige Neue Spielsachen geben. Die Erste ist bestellt: Canon Eos 5D Mark II …

Patrick III, Kevin II, Tim
Es geht dem Ende zu – Patrick war ein drittes Mal bei mir. Eigentlich wollte ich neues Equipment mit ihm testen, doch das schickte ich schnell wieder zurück… Er kam trotzdem und dabei entstand das erste Bild im „Paparazzi-Style“. Aus konzentriertem Blitzlicht, starker Location und dem passende Outfit entstand ein eindrucksvolles Bild. Die Entdeckung aus dem Frühjahr, Kevin, war noch einmal bei mir.

links: Patrick, mitte: Kevin, rechts: Tim

Leider meinte das Wetter es nicht sonderlich gut mit uns. So konnten wir nicht am Baggersee arbeiten und planten um. Im Gegensatz zu unserm ersten Shooting blitze es diesmal. Und ich präsentiere euch erstaunliche Aufnahmen. Mit Tim, der mit mir aufs technische Gymnasium gegangen ist, schloss ich das Shootingjahr 2010 ab. Noch einmal hieß es: blitzen was die kleinen Dinger her geben und bouncen bei wenig Licht. Dabei entstanden noch einmal gute Aufnahmen quer durch die Möglichkeiten der Bildgestaltung.

Links: Patrick III, Shooting mit Kevin die Zweite, the last ’10 – Shooting mit Tim

Das war’s!
Ihr kontet nun das komplette Jahr 2010 noch einmal überblicken. In rund 4000 Worten habe ich euch über die Highlights und Tiefschläge des letzten Jahrs berichtet und möchte mich noch mal bei Allen bedanken die in irgendeiner Weise mitgewirkt haben in den 365 Tagen. Und auch wenn ich nicht zu jedem Shooting noch mal etwas geschrieben habe – nicht traurig sein, denn was bzw. wer online kommt – von dem bin ich überzeugt!

Auf ein fotoreiches Jahr 2010, mit vielen neuen Gesichtern und Bekanntschaften, Projekten und Ideen und zahlreiche “Bildergugger”. Ich freu mich drauf!




Jahresrückblick

TEIL III

Es ist Zeit für den dritten Teil des Rückblicks und geht auch dem Ende hin zu. Noch einmal habe ich für euch ereignisse reiche Shootings, bewegende Themen und andere Happenings zusammen getragen. Viel Spaß!

Patrick, David, Jens,
Drei Shootings. Drei Personen. Dreimal verschiedenste Bilder.  Patrick kam auf mich zu und entspricht sicher auf den ersten Blick nicht dem gewohnten Erscheinungsbild der andern Modele. Aber da ich nette Anfragen ungerne ablehne, trafen wir uns zu einem privaten Shooting. Bei gefühlten 40 Grad, Mittagssonne und kein Schatten weit und breit. Ein Extrem Shooting.

links: Patrick, mitte: David, rechts: Jens

links: Patrick, mitte: David, rechts: Jens

Das viel Spaß machte und es somit kein Wunder war das wir uns noch dreimal wieder sahen. Auch David, mein „Ex-Nachbar“, kam gerne noch einmal für ein Shooting. In Begleitung hatte er einen Freund (Jens), der gerne schauen wollte wie das bei mir so abgeht. Und wer schon da ist darf auch mit machen. Nicht vor der Kamera, sondern als Assistent. Er machte seinen Job sehr gut und durfte dafür einige Wochen später selbst zum Shooting vorbei kommen. Diesmal musste David als Gehilfe dienen während Jens eine gute Figur vor der Kamera machte.

Links: Shooting mit Patrick, David on Location, Shoot mit Jens

 

Erfolg – die Angst vor dem Versagen
Oft habe ich mir 2010 Fragen gestellt wie: „Warum fotografier ich eigentlich?“, „Was bringt  es mir?“ oder „Was soll der Mist?“. Teils bin ich hart mit mir selbst ins Gericht gegangen um zu wissen wo ich stehe. Mehr Mals habe ich meine eigene Arbeit hinterfragt. Mit dem Ergebnis: weiter so! Das mag jetzt arrogant erscheinen. Ist aber viel mehr eine innere Überzeugung, die gut überlegt ist. Sein Schaffen zu hinterfragen „Hey was mach ich da eigentlich“ ist für mich Gold wert. Zu wissen ob die Qualität und innere Überzeugung seiner Arbeit stimmt ist ein Garant für neue Motivation und Inspiration.

Leider sehe ich viele die genau diesen Schritt, einmal über die eigene Arbeit nachdenken, nicht wahrnehmen. Aber trotzdem nach Sternen greifen. Einige schaffen es damit recht schnell ganz weit. Nur der verbleib dort oben ist für mich fraglich. Ich weiß was ich 2010 geleistet habe und wo es hingehen soll. Und ich werde mir weiter die Fragen nach Sinn und Zweck stellen. Um auch 2011 weiter zu kommen – ein Aufgeben wird es so schnell also nicht geben.

 

Alex, Patrick, Miko & Mou
Es geht in Richtung Herbst. Im August war so gut wie nichts los – Urlaub, Ferien und Baggerseewetter gestalteten es nicht einfach an Modele zu kommen. Anfang September ging es dann wieder rund. Mit Alex K. ging es los. Wieder ein ganz neuer Typ und ich war gespannt was dabei raus kommen würde. Für einen der so cool und lässig wirkt war er sehr unsicher beim Shooting – aber bis jetzt ist fast jeder aufgetaut und so entstanden einzigartige Aufnahmen.

Alex

Alex

Besondern das Bild im Tunnel und die Aufnahme bei der schon komplett dunkel gewesen ist und ich mit zwei Blitzen eine Atmosphäre gezaubert habe, sind spitzen Bilder. Patrick war Anfang September wieder für ein paar Aufnahmen bei mir. Diesmal ging es in den Rheinhafen, bei schon fast herbstlichem Sonnenschein. Genau den nutze ich im Shooting um ein Bild aufzunehmen das teils gegen die Sonne geschossen ist. Trick hierbei: ich habe Patrick mit den Bouncern umzingelt und durch einen schmalen Spalt zwischen beiden Reflektoren fotografiert. Ähnlich habe ich im Shooting mit Miko gearbeitet.

links: Patrick, mitte: Miko, rechts: Mou

Besonders Highlight aus dem Shooting ist sicher das Bild mit der goldenen Fassade. Es war keine echt goldene Fassade, aber die tiefe Sonne von hinten zog das ganze Bild in warme Farben. Nach Miko folgte Mou – und es Blitze gewaltig bei unserm Shooting. Bedingt durch die Location, feuerte ich was ich konnte aus meinen kleinen Blitzen. Ergebnis: ausdrucksstarke, Portraits. Ob lässig, cool, mit Blick abseits der Kamera oder smartem Lächeln. Auch wenn Mou sich nicht ganz sicher fühlte sind es gute Aufnahmen geworden.

Links: Streetshoot mit Alex, Patrick die Zweite, Shooting mit Miko, Mou im Blitzlicht

 

Die „Jungs“ und ich
Ich finde ja die Bezeichnung „Model“ nicht ganz zutreffend. Denn ein Model beschäftigt sich intensiv mit dem Auftreten vor der Kamer, dem Laufsteg oder andern Veranstaltungen. Deshalb sprech ich oft von „meinen Jungs“. An alle Gesichter 2010 ein großes Danke für das Interesse, die Bereitschaft und die Freunde beim Shooting. Dabei ist es bei weitem nicht selbstverständlich das alles glatt läuft. Es gab einige kuriose Begegnen bzw. Ereignisse. Jemand zu finden, der Spaß an einem Shooting haben könnte und vom Typ her noch hinhaut, ist nicht ganz einfach. Frustrierender wird es wenn Absagen kurz vor dem Shooting eintreffen mit hinrissen Begründungen. Da heißt es:  es geht  doch nicht weil man nicht möchte, das der beste Freund zu einem fremden Friseur geht oder es andere Freunde gibt, die auch eine gute Kamera haben. Oder nicht mal ihren Namen verraten. Ja, ich nehme das im ersten Moment sehr persönlich. Kann aber auch ein paar Stunden oder am nächten Tag wieder drüber lachen.

Trotzdem gab es gerade im letzten halben Jahr öfters Momente an denen ich alles hingeworfen hätte. Ich möchte nichts Böses, man muss mich nicht mögen aber ich erwarte eines: Höflichkeit! Ich geb mir Mühe bei jeder Anfrage und es tut weh wenn nur ein „mh interessant“ oder „ cool“ zurück kommt. Eine Begrüßung und eine Grußformel in der ersten Antwort und wenn es nur eine Absage ist, sollte doch ein Minimum sein. Getippt ist es doch gleich… Doch nicht nur mit der Schreibmoral mancher Leute hatte ich zu kämpfen. Auch vor Ort bei Shooting lief dieses Jahr nicht immer alles so nach Plan. Es gab ein Shooting das super war – Bilder sind top. Nur kann ich sie mir nicht anschauen. Die Begleitung zum Shooting hat mich so extrem genervt, dass es mir heute noch graut. Dabei begrüße ich es wenn Ihr, als potentielles neues Gesicht, jemand der euch vertraut ist  mitbringt. Der/die dann aber im Hintergrund als Stilberater, drittes Paar Augen oder kleiner Helfer agiert – nicht hysterisch immer ablenkt.

Nicht erschrecken – ich freu mich immer über neue Anfragen;)




Jahresrückblick

TEIL II

Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil des Rückblicks. Einige interessante Shootings habe ich für euch rausgesucht. Außerdem gibt es eine Erinnerung an die Location und Infoseiten, sowie ein paar Zeilen zu meinem Stil. Viel Spaß beim Lesen! Teil drei folgt am Freitag.

street&concept_ART
Nicht nur im Portraitbereich gab es Neues zu sehen. Meine „street_concept ART“ kam nicht zu kurz. Erstes Projekt 2010: Schattenseiten – Wenn Schnee nicht weiß ist. Keine weiten Landschaften, die mit einer weichen Schneeschicht bedeckt sind. Matsch, braune Brühe und tonnen von Streusplitt prägen die Aufnahmen des Winters. Es folgte ein eher außer gewöhnliches Projekt, das ich im Rahmen des Bildende-Kunst Unterrichts angegangen bin. Leitthema: Essen und Trinken. Vorgaben: sechs Bilder. Abgabe: Ende März. Die Idee: zeigen was man eigentlich nicht macht. So entstand der Arbeitstitel „Mit dem Essen spielt man nicht“. Ein Satz, den sicher jeder in seiner Kindheit öfters gehört hat.  Ich zerhackte Karotten, zerquetschte Eier und schlug auf Tomaten ein. Ein Erfolg – nicht wegen der 15 Punkt. Viel mehr wegen der Einzigartigkeit der Aufnahmen.

Da ich mich gerade im Abi befand stand auch eine Abschlussfahrt an. Eine Woche Coté d’Azur – bei nicht ganz südfranzösischem Wetter. Heraus gekommen dabei ist ein ganz eigener Blick für die Region. Keine typischen Urlaubsbilder – viel mehr Beobachtungen der Landschaft und der Lebensweise in Frankreich. Verpackt in „Abschlussfahrt – the ART way!“.

Link: street_concept ART auf tobyart.de

Ingo&Kevin
Ein Wiedersehen 2010 gab es auch mit Ingo. Spontan fand sich ein Termin –  lange mit ihm planen geht so wie so nicht, da er immer auf Achse ist. Seine Art ist einmalig. Lässig, witzig und immer gut drauf. Dazu ein Blick der sich perfekt eignet für die Kamera. Das führt zu der Natürlichkeit in den Bildern, die nicht bei allen so gut rüberkommt.

links: Ingo, rechts: Kevin

Ähnlich war es bei einem „Newcomer“. Kevin hatte ich eher blind zu einem Shooting eingeladen da er großes Interesse zeigte. Es ist eine Art Glücksspiel – denn nicht immer stimmt die Chemie zwischen Model und mir. Bei Ihm war das nicht der Fall. Wir verstanden uns prima und so konnte ich euch ganz neue Bilder präsentieren.  Neu nicht nur im Sinne von erst gemacht, sondern auch weil das mein erstes Shooting war bei dem ich ausschließlich  mit dem vorhandenem Licht und Reflektoren gearbeitet habe.  Kevin konnte richtig gut mit der Kamera spielen, auf sie eingehen und meinen Anweisungen gezielt folgen ohne das die Bilder einen künstlichen Charakter bekommen hätten.

Links: Shoot mit Ingo und Denni, Shooting mit Kevin

Location & Info, Info, Info…
Nicht nur die Jungs und ich führen zu den gelungene Bildern. Auch die Location – der Ort des Geschehens – ist entscheidend für den Look und die Wirkung der Bilder. Dieser Umstand brachte mir neue Arbeit ein. Ich war gezwungen erst einmal Locations zu finden an denen man arbeiten kann. Sicher, möglich ist es überall doch braucht  es einen „Rahmen“ der den der Bilder einen gewissen Stil gibt. Die Fragen: „Wo geht’s hin?“ oder „Wo machen wir Fotos“ prägte die Planung der Shootings fortan. Da sich die Wenigsten auskennen in Karlsruhe und gerne ein Bild sehen würden, von der Location, habe ich eine kleine Auflistung online gestellt.

Aber nicht nur Locations gab es  ab diesem Zeitpunkt zu sehen. Auch alle Infos rund um Shootings konnten von nun an gelesen werden. Es erspart mir immer wieder einzeln zu erklären wie ein Shooting abläuft, was TfP bedeutet und wie ich mir ein Shooting vorstelle. Gleichzeitig sorgt es für Transparenz – denn ich will seriös dar stehen!

Links: Location-Übersicht ; Alles rund ums Shooting – “Shooting Infos”

Eine Frage des Stils
2010 brachte nicht nur in Sachen Shootings Neuerungen. Nein, auch mein Stil hat sich gerade durch die Aufnahmen „on Location“ verändert. Habe ich zu Studiozeiten noch viel mit satten, kräftigen Tonungen gearbeitet. So bin ich heute eher etwas sanfter mit Farben.

Trotzdem prägen alle meine Fotografien eines: einen gewissen blau/gelb Stich. Besonders meine Portraits sind gezeichnet von diesem Stich. Währen ich für meine Projektstrecken wie z.B.: Stadbild_0610 oder Stuttgart21 gerne mit starken Kontrasten, Körnung und Unschärfe bevorzuge, um die eigefangene Stimmung noch besser herausstechen zu lassen. Mein Stil ist mein Image. Der sich durch alle meine Arbeiten zieht.

Mein Stil (links) - auf 50% Grau (rechts)

Heute, in Zeiten von ökonomischem Druck und moderne Technik, ist das nicht selbstverständlich. Es gehört auch mehr dazu wie nur ein Bild etwas zu bearbeiten. Ein Stil ist wie ein Fingerabdruck – einmalig.

Wetter
Wir hatten eine heiße Zeit, durchwachsen von Unwetter mit Regen und starken Gewittern – der Sommer 2010 war hart. Dieser Wechsel gestaltete es nicht immer einfach mit der Planung von Shootings. Ich schreibe oft wie das Wetter bei einem Shootings gewesen ist, denn auch das hat Auswirkungen auf die Bilder, das Model und mich. Wir schwitzen bei sengender Sonne, bauten aus Reflektoren Schattenspender. Wir stemmten uns gegen Windböen, mussten Stative mit vielen Gewichten beschweren damit sie nicht fortflogen. Wir froren bei arktischen Temperaturen und beeilten uns fertig zu werden. Das Wetter muss man nehmen wie es ist, egal wie – es eröffnet neue Ideen, Blickwinkel und Motive. Ach übrigens – ich würde auch gerne mal bei Regen shooten… jemand Interesse?

„intensiv retouchting“
Ein Shoot mit Überraschungen hatte ich mit Philipp. Lange hatte ich nach jemand gesucht der BMX fährt und vom Style gut zu tobyart passt. Philipp war in dem Fall ein wahrer Glückstreffer. Ich bin wahrlich kein Fotograf für Action und Sport. Mein Vorhaben war es ein Portrait über ein „Sportler“ abseits von schnellen Tricks und waghalsigen Stunts einzufangen. Entstanden sind Bilder, die im Gesamtumfang fast 10 Stunden Nachbearbeitung eingenommen haben.

Dabei sind die Bilder  keine Ausnahmen gewesen. 2010 gab es einige Arbeiten in die ich viel Zeit investiert habe für die Bearbeitung. Bei allen Aufnahmen wäre das nicht möglich. Dies kommt nur für spezielle Aufnahmen in Frage. Ihr wollt jetzt wissen: was macht ein Bild so besonders? Ich kann es euch nicht sagen, da ich das aus dem Bauch raus länger an einem Bild arbeite.

Eine große Hilfe für den Einstieg in das Kapitel war mir eine DVD. Da ich kein großer Buchleser bin, idael für mich! Ein Video, in erklärt wird wie man an ein Bild heran gehen ist wesentlich anschaulicher. Das trifft jedenfalls auf mich zu. Genau das habe ich gefunden! Martin Krolop und Marc Gerst (extern) erklären auf eine einfache, verständliche und interessante Art, in ihrem Blog und auf ihren DVDs, alles rund um die Fotografie. Speziell die Arbeit mit Blitzen jeder Form und den Umgang mit Reflektoren.

Links: BMX Shooting mit Philipp, Shooting mit Yannik III, Shooting mit Philipp & Patrick




Jahresrückblick

TEIL I

Noch sind es gute 216 Stunden bis wieder ein Jahr hinter uns liegt. Damit geht ein Jahr zu Ende in dem sich einiges getan hat hier auf tobyart.de. Bis zum Jahreswechsel möchte ich in mehreren Teilen das Jahr noch einmal Revue passieren lassen. Egal ob Highlight oder Tiefpunkt – 2010 brachte so viele Eindrücke, Erfahrungen und Neuerungen mit sich wie kein Anders.

Yannik
Gestartet in 2010 bin ich  nachtsmit einem Song auf  VIVA, der wenigen später über all zu hören war. Mit Fireflies von Owl City verbinde ich bis heute das erste Shooting 2010. Damals stand Yannik zum ersten Mal bei mir vor der Kamera.

Noch im Studio machten wir die ersten Aufnahmen und keiner von uns hätte ahnen können, dass wir uns so oft wieder sehen. Yannik ist sozusagen zu einem ständigen Begleiter durch das Jahr geworden. Es folgten vier Shootings in den unterschiedlichsten Locations. Besonders war sicher die zum Abriss stehende Kleingartenanlage.

Links: Studio Shoot ·  Shooting Kleingarten · Shooting Treppen in Mühlburg · Sommershoot · Doppelpackshooting

Blog
tobyart.de bekam im Februar 2010 nicht nur neue Galerien. Sondern hier startete ich mit meinem Blog, den ich voll in die Seite integriert habe. Worauf ich auch wirklich stolz bin. Denn das Template für WordPress, auf dem der Blog basiert, habe ich selbst erstellt. Obwohl ich sonst jeden Kontakt mit PHP vermeide habe ich mich durch gebissen – das Ergebnis: ein einheitlicher Auftritt.

Warum der Aufwand? Nun, es war mir ein großes Anliegen nicht  weiter nur Bilder zu zeigen. Ich möchte euch Hintergrundinfos zu meiner Arbeit geben. –  Wie bin ich an das Shooting rangegangen, was gefällt mir, wie war‘s mit dem Model… . Für all die Fragen, Anregungen und Kritik gab es ab sofort einen Platz.

Link: tobyart.de – blog

Sascha
Besonders war das Shooting mit Sascha. Der Kontakt ist über einen Freund zustande gekommen und im März trafen wir uns im etwas improvisierten Studio. Seine Art war einfach unglaublich – locker, die Ruhe selbst und ganz entspannt zogen wir den Shoot durch. Mit einem überraschenden Ergebnis.

Völlig untypisch und eigentlich nur als Gag gemeint, ist das Seitenprofil von Sascha bis heute mein  liebstes Header-Bilder für die Startseite meiner Website. Gerade weil es so ungewohnt ist fasziniert es mich immer wieder. Vor allem die unheimliche Ruhe und Gelassenheit des Bildes, haben eine faszinierende Wirkung – ich hoffe nicht nur auf mich.

Link:  Sascha I

Marc
Mit Marc kam „der Umbruch“, der das ganze Jahr prägte. Wir trafen uns im Studio, doch es stimmte etwas nicht. Die Bilder waren flau, emotionslos, langweilig – und wir beide ratlos. Spontan schnappen wir unser Zeug und machten uns zu einem alten Güterwagon in der Nähe auf. Für mich komplett neu! Ich hatte kaum Erfahrung im „OnLocation Arbeiten“. Trotzdem, oder gerade deswegen, war nicht nur Marc sondern auch ich überaus zufrieden mit den Aufnahmen.

Mir gefiel es außerhalb des Studios zu arbeiten. Und durch den Verlust meiner Räumlichkeiten für das Studio musste ich eine andere Lösung finden. Das Shooting mit Marc war der Anstoß für ein neuen Weg – tobyart.de goes on location!

Link: Marcs erstes Shooting