20. Mrz '16

30 Tage voller Action!

» VON EINEM ZUM ANDEREN

Zum Glück hatte der Februar 24 Stunden mehr als üblich. Zeit die nicht ungenutzt war, denn in den vergangenen Wochen war so einiges los. Manchmal kommt alles von ganz von alleine zusammen. Wenn auch nicht gezielt aber es ergibt sich daraus wieder ein Schritt nach vorne.

 

Ein „kleiner“ Einkauf 

Angefangen hat alles Anfang Februar mit einer Anzeige auf ebay-kleinanzeigen. In Stuttgart stand Siebdruckequipment zu verkaufen. Besser gesagt eine ganze Handdruckerei. Um es kurz zu machen: die steht jetzt in einem Zwischenlager. Im Nachhinein war das eine Nummer zu groß, die ich auch mit zwei gebrochenen Fingern „bezahlen“ durfte. Näheres möchte ich Euch ersparen. Jeden Falls auch noch mal hier ein großes Danke an die Umzugshelfer. Insbesondere dir Philipp! Vielen, Vielen Dank.

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Siebe über Siebe – von A2 bis A0 auf meinem Drucktisch. Noch im Zwischenlager.

 

Kreativ Spielplatz
Zum Zeitpunkt des „Spontankauf“ war eine spätere Nutzung noch nicht ganz sicher. Und dann ergab sich auf einmal ganz unverhofft eine Option. Thomas, mit dem ich vor drei, vier Jahren mal angefangen hatte mit dem Siebdruck, entdeckte auf k3 eine Anzeige – Atelier, Werkstatt, Büro in der Oststadt zu vermieten.

 

Ein großer Raum mit ca 60qm in einem Hinterhaus in der Oststadt. Es liegt im Keller. Durch drei sehr große Fenster und Lichtschächte kommt erstaunlich viel Tageslicht rein. Super für einen Keller. Ein Lastenaufzug, Starkstrom und Wasser ist auch vorhanden. Einfach perfekt!

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Heute Morgen war ich zum Boden streichen dort. Es hat geklappt! Die Räumlichkeiten teilen Thomas und ich uns. Wie in der Anzeige schon beschrieben als eine Kombi aus Werkstatt, Atelier und Büro. In den kommenden zwei Wochen sollte der Umzug stattfinden aus dem Zwischenlager in den kreativen Spielplatz.

 

Mit wenig Einsatz viel schaffen
Philipp hat eine neue Wirkungsstätte gefunden und ist bei blue-tomato in Karlsruhe. Der durfte sich noch um einen Schreibtisch fürs Büro kümmern und fragte mich um Hilfe. Die schnelle Baumarktlösung mit Küchenarbeitsplatten aus Buche wäre zwar sicher auch etwas gewesen aber auf die Schnelle (an einem Tag) haben wir gemeinsam aus neuen Baudielen einen schicken, einzigartigen Eckschreibtisch gebaut, der sich sehen lassen kann.

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Der Schreibtisch befindet sich leider im Büro. Zu Gesicht bekommt man ihn deswegen leider nicht. Aber am Tag der Eröffnung bin ich eine Stunde durch den Laden gezogen und habe versucht das Flair einzufangen. Schickes Konzept! Sehr viel Ware auf kleinem Platz aber ohne das Gefühl erschlagen zu werden. Sehr warm und einladend.

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Mehr Bilder findet Ihr auf facebook…. 

 

SHOOTING TIME!
Spontan gab es diese Woche dann ein Shooting. Lukas war die Woche in der Region und hatte mich angeschrieben ob ich Zeit und Lust hätte für einige Aufnahmen. Für alle die sich jetzt fragen:“Lukas wer?!“. Vielleicht erkennt Ihr ihn auf dem Screenshot wieder.

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21. Feb '16

In Boxen um die Welt

» HANDGEFERTIGTE SCHACHTELN

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Wie viele Schachteln ich bis jetzt gemacht habe, keine Ahnung. Die Schritte laufen präzise wie ein Uhrwerk. Nur für die Auswahl des passenden Bezuges, gerade wenn es Stadtpläne oder Landkarten sind braucht es oft ein bisschen mehr Zeit. Bis der ideale Ausschnitt ausgewählt ist.

 

Wer als Fotograf ausgedruckte Bilder mag und viele Abzüge aufbewahren will, braucht irgendwann einmal Ordnung schaffen müssen. Genau deswegen habe nach dem Buchbinden mich einmal schlau gemacht wie das mit den Schachteln funktioniert. Viele meine ersten Schachteln beherbergen nach wie vor Prints, Abzüge und Drucke und co. Und das mittlerweile bis zur Größe A2.

 

Die Meisten ziert noch ein schlichter Überzug aus bunten, einfarbigen Papieren oder schlichtem weiß. Bis mir einmal eine Karte des Schwarzwalds in die Hände gefallen ist. Klappte super! Eine echt schicke Idee.

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Durch Zufall habe ich neulich einen Stapel alter Reisekarten bekommen. Eine Tour um den Globus. Vom nahen Nachbar Frankreich über Indien, Japan, Afrika bis hin zu Süd-/Nordamerika. Da alte Karten überwiegend auf ungestrichenem Papier gedruckt sind, lassen diese sich eher einfacher verarbeiten als Aktuellere, die auf gestrichenem Papier gedruckt sind.

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Durchgesetzt haben sich aktuell die Varianten für DIN A4. Sonderformate sind natürlich auch kein Problem, ausreichend „Luft“ plane ich auch immer mit ein. Natürlich gibt es nicht nur den Deckel der Schachtel. Die tragende Rolle spielt der Boden. Standardmäßig halte ich diese in Schwarz. Wobei Innenseiten meist weiß sind. Aber selbst der Boden kann abgestimmt auf den Bezug sein.

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So viele schöne Boxen kann ich selbst gar nicht füllen. Deswegen würde ich mich auch freuen, wenn sich Interessierte melden. Schachteln für A4 gibt es ab 10 Euro. Je nach Höhe ein zwei Euro mehr.

13. Jan '16

Grobe Eleganz

» DIE ARBEIT MIT ALTEN BAUDIELEN

Das neue Jahr ist jetzt schon wieder ein paar Tage alt und ich melde mich mal wieder mit einem aktuellen Beitrag was zwischen den Couchtischen alles passiert ist und aktuell in Planung ist. Um es ganz nüchtern gleich vor weg zu schreiben: Fotografisch wird sich erstmal nichts regen.

 

DER TISCH 

Ein echtes Schmuckstück ist fertig geworden. Nach dem die Platte schon wieder ordentlich Staub angesetzt hatte wurde „Hochzeit“ gefeiert mit dem eigens geplanten Gestell aus Stahl in H-From gefeiert.

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Tisch aus alten Baudielen mit zwei Füßen aus Stahlrohr

Aus Baudielen Möbel zu bauen ist keine neue bahnbrechende Idee von mir. Im Netz finden sich unzählige Ideen und Möbel in jeglicher Qualität. Was mit persönlich immer etwas fehlt dabei ist ein bisschen Zurückhaltung und Schlichtheit. Da das Material an sich schon sehr rau, stark und dominant ist muss man es nicht immer noch zusätzlich in klobigen Umsetzungen zur schau stellen. Bei mir sollen die verleimten und geschliffenen Baudielen in Kombination mit einem besonderen Gestell ihr Gesicht zeigen wie sie sind: benutz, charmant und einmalig.

 

DAS MATERIAL

Am 23. Dezember gab es dann praktisch schon mal ein Weihnachtsgeschenk. Spontan habe ich in Ludwigsburg ein Stapel alte Baudielen zum Verkauf entdeckt und musste einfach zuschlagen.

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Rund 60 Laufmeter liegen auf den beiden Stahlböcken aus denen neun Platten zwischen 3 x 1,25 Meter und 0,8 x 0,5 Meter entstanden sind. Mehr als 100 Domino Dübel sind schon eingefräst worden und eine Flasche Leim hält die Dielen fest zusammen.

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Die letzten Dielen sortiert, gesäumt und bereit zum Verleimen.

 

 

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Das Monster: 3,0 x 1,25 Meter misst die größte der verleimten Platten

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Die erste komplett fertige Platte nach dem ersten Öl Auftrag

 

 

Wer sicher gerne mal die Platten anschauen möchte und meine andern Möbel und vielleicht noch das ein und andere Einzelstück sucht. Der darf gerne bei „einzig.art – wohnkultur aus Karlsruhe“ vorbei schauen.

06. Sep '15

Aus Bett wird Tisch

» RECYCLING EINES HOCHBETTES

Bevor es im eigenen Zimmer los ging, war die Herberge einer meiner Brüder dran. Große räumliche Veränderungen standen an. Das Farbspiel an den Wänden sollte weichen, ein neues Bett Einzug halten und vor allem wollte mein Bruder das Hochbett los werden. Dazu muss ich kurz erklären, wir wohnen Altbau, 3,2 Meter Deckenhöhe, da bot sich es einmal an in alle „Kinderzimmer“ selbstgebaute Ebenen einzuziehen. Allerdings nutze nur ich selbst noch mein zweites Geschoß als Schlafsaal.

 

Das gesamte Raumkonzept stelle ich gerne noch genauer vor. Heute geht es um Recycling. Was kann man aus einer Menge Holz gestalten anstatt es wegzuwerfen. Dazu wäre das Hochbett wirklich zu schade gewesen.

 

Funktionell sollten die Reste im Zimmer bleiben. Mein Bruder brauchte auf jeden Fall einen kleinen Tisch und ein paar Regale und genau das wurde dann auch aus dem Material.

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Aus den langen Nut- & Federbrettern verleimte ich eine rund vier Meter lange Platte aus der ein Korpus gebaut wird. Normalerweise würde man für Leimholzplatten die Kanten fügen (auf 90° Hobeln, dass keine Fuge zwischen den einzelnen Brettern entsteht). Ganz glatt und sauber sollte es aber gar nicht werden. Die rustikalere Optik war gerne gesehen. Kleine Schwierigkeiten ist dabei, das die Bretter sich durch die Jahre auch verziehen, und verbiegen. Trotz guter Sortierung krümmte sich die Platte am Ende etwas.

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Aus der langen Platte wurde dieser sehr schmale Korpus als „Tischplatte“ gebaut. Die Kanten aus Gehrung gesägt und mit Domino-Bübeln verbunden. Ganz Formschlüssig waren die Kanten durch die verzogene Platte nicht. Das bricht hier aber keinen Zacken aus der Krone. Der gesamte Korpus wurde fein verschliffen. Erst grobe Überstände begradigt, Kanten abgerundet und die Flächen entsprechend geplant.

 

Ein Untergestell bzw. Füße aus Holz fielen aus dem Rahmen, da sich der Tisch vor allem vom neugebauten Podest abheben sollte. Erste Alternative wären 0815 Tischfüße aus dem Baumarkt gewesen, die weder optisch noch stilistisch passen würden. Nach langer Zeit die Gelegenheit das Schweißgerät aus dem Keller zu hohlen.

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Meine Schweißkünste reichen bei weitem noch nicht für schöne Sichtnähte. Aber zur soliden Verbindung von Stahlrohren reicht es (mittlerweile klappt es nach einigen Arbeiten auch fast schon ganz gut). Die Füße sind aus 40 x 30 Millimeter Vierkantrohren geschweißt. Der Tisch steht auf zwei Rechtecken, die oben druch eine Querstrebe stabilisiert werden. Die Befestigung von Korpus und Fuß sind verdeckt im Stahlrohr eingebohrt.

 

Das fertige Unikat mit passendem Hocker, der aus den Trittbrettern der Leiter entstanden ist. Holzteile geölt, Metall blank, gesäubert.

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19. Okt '14

Tausche Kamera gegen Akkuschrauber…

» LADENBAU & KONZEPTE

Die lange Pause in den vergangenen Wochen hatte nicht nur damit zu tun, dass es irgendwie immer schwieriger wird mal Fixtermine mit Typen zu machen. Nein, ich war auch anderweitig beschäftigt. Der powderforce in Pforzheim, für den ich ja schon einiges gemacht habe fotografischer aber vor allem an Grafik, hat sich zu einer rundum Erneuerung des Showrooms entschieden und da ich gerne werkel war das super klasse mal wieder so richtig was zu „schaffen“.

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Ich hab aber nicht nur mit gebau. Da haben vor allem Philipp und Chris ziemlich rangeklotz  – vom Rohbau zum fertigen Innenausbau – in zwei Wochen. Der grobe Plan stand ja schon soweit fest, was wohin sollte und wie es ungefähr auszusehen hatte. Das Herzstück des neuen Showrooms sollte der Tresen werden.

 

Konstruktion

Auf zwei Schmierzettel im Café um halb zehn Abends haben Philipp und ich den Plan konkretisiert um voran zu kommen. Basis waren Schubladen aus der PAX Kleiderschrankserie von IKEA. Auf denen musste alles Aufbauen. Vier Reihen mit je 1 Meter Schubladen, plus je noch eine 50 cm Schublade links und rechts mussten Platz finden.

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Noch am selben Abend habe ich daheim dann das Model mit SketchUp zusammen gebaut auf Basis der Schubladen. Die 50er Schubladen wurden erstmal durch die 75er noch ersetzt. Das gab mehr Platz auf den seitlichen Flächen und verlängerte den Tresen gerade mal um 50cm zu einer Gesamtlänge von 540 cm. Was natürlich echt schon riesig ist! Die Konstruktion des Korpus sollte natürlich einfach und so günstig wie möglich sein aber dennoch stabil. Erste Wahl bei mir ist für so Geschichten MDF in 19mm Stärke.

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Die PAX-Schubladen muss man zum Glück nicht selbst erst bauen. Viele IKEA Möbel gibt es in der kostenlosen Mediathek zu SketchUp. Das erleichtert wahnsinnig die Arbeit. Nachmessen muss man trotzdem! Ich war froh das wir hier einen PAX Schrank haben an dem ich Maße nehmen konnte zum Abgleich. Als „Deckel“ waren von Anfang an Arbeitsplatten in Natur-Buche vorgesehen, die natürlich auch mit die Abmessung vorgaben und wunderbar zur Schubladen Breite passten.

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Spezial waren sonst nur noch die vier Einfräsungen für oben bzw. Seitlich. Jeweils dort wurden die Schubladen durch flache Schubböden ersetzt und eine prima Auslage geschaffen. Dazu ist das ganze von innen noch mit LED Bändern beleuchtet. Philipp hatte ich dazu noch genaue Pläne gemacht und Stücklisten, was wo kaufen und wie viel. Damit war es dann für mich erstmal getan und der nächste Schritt konnte in Angriff genommen werden – die Frontgestaltung.

 

6 Quadratmeter Spielfläche… 

Gebaut hat es Chris und Philipp, ich selbst bin dann erst wieder zum praktischen Gestaltungsteil angerückt. Aber der musste natürlich vorher erstmal kreativ überlegt werden. Auf einer Fläche von 1,1 x 5,4 Metern kann man einiges machen. Zuerst sollte es nur ein Fotodruck werden aber einen gescheiten Ausschnitt aus einem Bild zu finden bei dem Verhältnis war nicht das genialste… Bis dann nach vielen Ideen der Durchbruch kam und es ein Materialmix wurde, der dem ganzen Tresen noch mehr Individualität verleiht.

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Durch die Möglichkeiten bei mir in der Firma kann man da schon viel raus holen. Wobei das diesmal nur die Foliendrucke angeht. Mit das Highlight ist natürlich das gefräste Logo, das ich noch nicht selbst machen konnte. Die Beleuchtung mit insgesamt 5 Meter LED-Band habe ich aber selbst gelötet. Die Buchstaben hängen jeweils einzel an speziellen Halterungen am Tresen, der als erstes einige Anstriche aus lichtgraumen Lack bekommen hatte. Die Berge sind mit einer Schablone (ca. 2 Meter lang) auf gesprüht worden und die Bilder ganz einfach aufgeklebt, dank Selbstklebenderfolie.

 

Das war soweit die Theorie, die sich jetzt doch über ein paar Wochen hingezogen hatte. Noch ist es auch nicht ganz fertig. Spätestens dann gibt es auch „richtige“ Bilder vom gesamten Laden. Heute erstmal ein Preview vom iPhone.

 

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