Manuel Hettler

GASTBEITRAG
20.05.12 | art · fotografie
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Heute räume ich Platz für fremde Bilder ein. Manuels Bilder haben etwas einzigartiges. Sie tragen eine Geschichte mit sich und zeigen das mehr dahnter steckt als nur ein Bild. Die Aufnahmen leben durch ungewöhnliche Schnitte, Aufteilungen und “Spielerein” mit Photohsop. Aber alles findet sich passend zusammen! Mir gefallen die Aufnahmen sehr und deswegen hatte ich ihm angeboten sich und seine Bilder hier vorzustellen.Was er selbst über sich und seine Aufnahmen denkt könnt ihr im Anschluss lesen.

“Fotos sind für mich etwas sehr Spezielles , eine spezielle Art sich auszudrücken. Der Versuch, die Gedanken und Emotion mit auf die Aufnahme zu fassen. Den Leuten, die sich betrachten, das Gefühl mitzugeben, welches ich bei der Aufnahme hatte. Genau wie bei einer Geschichte, man schreibt nieder was man erlebt hat, hält es fest, um es später dann wieder zu betrachten, sich daran zu erinnern oder womöglich es weiterzugeben. Und wie es bei so Geschichten nun mal ist, trägt jede auch seinen eigenen Hintergrund. Für mich sollte ein Foto nicht nur objektiv sein .. es muss Inhalt haben, seine eigene Geschichte erzählen. Das ist es, was eine Aufnahme spannend macht, wenn man sie lesen kann.

Bevor ich Aufnahmen nehme, schreibe ich mir meistens erstmals ein Konzept (Dieses lässt sich mit meinen Emotionen / meiner Laune decken). Bei mir schaut es meistens so aus, dass ich mich von meiner schlechten Laune inspirieren lasse. Keine Ahnung warum, aber es motiviert mich in gewisser Weise.
Danach suche ich mir ein Blatt, wo ich die Geschichte drauf drucken möchte. Je nach Laune kann dies ein eher “dunklerer” Ort oder ein “belichteterer” Ort sein. Mit “dunkel” definiere ich beispielsweise einen Wald – dieser spiegelt für mich eher gedämpfte, tiefere Emotionen wieder, wie zum Beispiel jetzt ein Bild im Blumenbeet. Klar kann man auch “schlechte Laune ” in einem Blumenbeet ausdrücken und umgekehrt. Doch das Fundament sollte klar sein. Und wenn ich das Konzept plus Blatt habe, beginne ich, los zu schreiben. Dazu gibt es jetzt nicht viel zu erzählen. Ich versuche einfach die richtige Perspektive zu finden, die passende Einstellung, und dann wird auf den Auslöser geklickt.

Es kommt für mich eher auf das ganze drumherum an. Die “Geschichte” zu schreiben. Mit dem Fokus nicht immer den Hintergrund unscharf stellen. Sich selbst in dem Foto in irgendeiner Weise wiederzugeben. Und umso glücklicher kann man dann sein, wenn am Ende ein schönes Bild rauskommt.”

Text u. Foto: Manuel Hettler




ausgestellt

AUSSTELLUNG 2.0 OUT NOW!
09.09.11 | art · fotografie · infos · news

Liebe Bildergucker und BLogleser, die letzten Tage waren ziemlich stressig – und das noch nicht einmal wegen meiner eigenen Ausstellung. Trotz viel Arbeit in der Firma habe ich es geschaft. Ab morgen könnt ihr im “K.” die zweite Auflage meiner Ausstellung über die Veränderungen Karlsruhes durch die großen Baustellen anschauen. Diesmal gibt es nicht nur 11 “normale” Aufnahmen zu sehen, in gewohnten Formaten. Nein, auch zwei Formate der Größe 90x45cm habe ich mit aufgenommen um einen räumlichen Eindruck zu schaffen.

Würde mich freuen, wenn ihr mal vorbei geht und kurz drüber schaut und mir gerne Feedback gebt.

Für alle die etwas zur Entstehung wissen wollen. Ich übernehme die gesamte Arbeit. Sprich ich suche die Bilder aus, bereite sie vor und verarbeite diese dann auch so weit bis die zum Hängen bereit sind. Im Gegensatz zur letzten Ausstellung, sind diesmal die Aufnahmen auf eine schwarze Leichtschaumplatte aufgezogen und mit einem mattem Laminat zusätzlich veredelt.
Ich habe im “K.” die Möglichkeit an sechs Wänden à 180cm Bilder zu platzieren. Im Format 45×30 passen so zwei oder drei Bilder hinnein. Also grob ist platz für 12 Aufnehmen. Jetzt hatte ich für diese Runde einen Pool von 21 Bildern – nicht viel aber glaubt mir, es war trotzdem nicht einfach eine Auswahl zu treffen.

“Treuer Begleiter” war mein Plan. Egal ob es um die Auswahl der Aufnahme ging, die Platzierung oder um dem Überblick nicht zu verlieren. Ich kann es euch nur empfehlen wenn ihr einmal vorhabt mit einigen Bildern was zu gestalten – auch wenn es nur für Daheim sein sollte – macht euch so einen kleinen Plan, in dem ihr kritzeln könnt nach Lust und Laune.




>> breaking news <<

UPDATE STREETART
13.08.11 | art · fotografie · news · street

Eindeutig kam das vergangene halbe Jahr der Streetart-Bereich zu kurz! . Dabei habe ich doch einiges an Material gesammelt aber es einfach versäumt hier zu präsentieren. Einige Aufnahmen sind Blog gelandet. Die dort aber schnell untergehen durch die wachsende Anzahl an Beiträgen… Um also etwas Beständigers zu haben gibt es heute ganz spontan und zwischen durch ein großes Update im street.concept.Art Bereich der Website.

Auf euch warten nicht nur neue Aufnahmen zum Projekt “Stadtbild_0610″, sondern auch drei ganze neue Galerien. Zum einen habe ich eine Serie vom Winter (kurz nach Weihnachten 2010) für euch, so wie die ersten “Gehversuche” mit der neue Kamera vom Anfang des Jahres. Auch einige wenige Aufnahmen vom Skatecontest aus Pforzheim habe ich online gestellt – denn es sind mehr als nur einfach Veranstaltungsbilder…

Klick euch durch!




Mittwochspost – guten Abend

AKTUELLES.BILDER.AUSTELLUNG
20.07.11 | art · fotografie · mittwochspost · street

Einen schönen guten Abend! Heute ist es spät geworden weil ich ehrlich gesagt gar nicht wusste was ich hätte euch schreiben können. Ich starte einfach mit einigen Neuigkeiten und interessanten Ideen.

Ausstellung K.
Als erstes kann ich euch verkünden, das ihr meine Aufnahmen zu den Kombilösungs Baustellen am kommenden Montag wieder im K. beim Ettlingertor sehen könnt. Nach gut vier Wochen Pause, durch eine Veranstaltung des Badischen Staatstheaters, geht es also weiter!Wer noch nicht dort war oder gerne noch einmal vorbei schauen möchte ist herzlich gerne eingeladen!

Bilder ausstellen
Vor einigen Tagen ist mir eine Idee gekommen um die KappaFix Platten interesannter zu präsentieren. Mit einem kleinen Stück Restplatte kann man der Aufnahmen einen tiefen Look verleihen! Einfach aus den Resten der Platte Stücke zurecht schneiden und auf die Rückseite erkleben.

Ich nehme dazu noch etrwa etwas Kleber, weil ich nicht weiß in wie weit die selbstklebende Folie der Platten halten würde. Noch Palttenhacken auf die Abstandshalter oder Doppelseitiges Klebeband und fertig! Ich finde durch den Abstand wirkt das Bild viel besser! Es stich viel mehr hervor und versackt nicht auf der Fläche. Probiert es einfach einmal aus!

Contest
vergangenes Wochenende hatte ich ein super lustigen Tag in Pforheim mit Philipp. Grund für mein Besuch war, das er mich vor Wochen gefragt hatte ob ich am 30.7.2011 bei einem Skate Contest fotografieren würde. Das ist jetzt natürlich komplettes Neuland für mich.

© roll together 2011

Deswegen der extra Termin um ein paar Tipps und Infos zu bekommen worauf ich achten sollte. Unten könnt ihr einige der Ergebnisse sehen. Ich werde sicher nicht der Pfrofi in Sachen Action aber ich sehe es ganz gelassen und versuch es mit einer Mischung aus Sport und Reportage.

Wer gerne dabei wäre in zwei Wochen mal vorbei schauen will der bekommt mehr Infos auf Facebook auf der Seite von rolltogehter:  www.facebook.com/rolltogetherpf




Eine lange Zeit

LANGZEITBELICHTUNG – VON ANFANG BIS ENDE DABEI
11.05.11 | art · fotografie · infos

Langzeitbelichtungen bei Nacht haben einen ganz eigenen Charakter. Vor allem Bewegungen, die verschwimmen oder verschwinden zeichnen Nachtaufnahmen aus. Dabei kommt es nicht nur auf die Zeit für die eigentliche Aufnahme an. Nein, auch die Vor- und Nachbereitung bedarf einiges Überlegung.

Die fertige Aufnahme

Ganz am Anfang
Am Samstag war ich abends unterwegs um wieder mal ein paar Langzeitbelichtungen aufzunehmen. Nach dem die Tage nun länger sind, bedeutet das auch die Dämmerung und die Dunkelheit etwas länger auf sich warten lassen. Für alle die nicht ewig warten wollen und dann doch zu spät sind –einfach nach „Sonnenuntergang“ googlen. Es gibt einige Seite auf denen man für viele Städte den Au- bzw. Untergang der Sonne errechnen lassen kann.

Equipment
Fast wichtiger als die Kamera ist ein Stativ! Im Prinzip ist es egal welches ihr nehmt. Es sollte einen guten, festen Stand haben und darf auch gerne mal ein Kilo mehr wiegen. Hilfreich außerdem sind ein Kabelauslöser und eine Stoppuhr. Bei Canon ist nach 30 Sekunden Ende Gelände und man muss im „blub“ Modus weiter arbeiten – hierfür ist die Stoppuhr. Der Kabelauslöser dient aber nicht nur zum erschütterungsfreien Auslösen. Sondern auch um den Auslöser im „blub“ Modus fest zu stellen.

Die Aufnahme
Erlaubt ist was gefällt! Einfach experimentieren. Gerade was die technischen Einstellungen angeht. Ich empfehle euch eine kleine Blende zu nehmen. Ich selbst habe am Samstag mit der kleinsten die bei meinem Objektiv möglich ist gearbeitet (f22). Die Empfindlichkeit solltet ihr natürlich so klein wie möglich wählen.

Wie bekommt man nun eine Belichtungszeit? Ihr könnt versuchen ob die Kamera selbst ein brauchbares Bild liefert, in dem ihr im Blendenmodus arbeitet. Wer damit nicht zufrieden ist, kann weiter gehen in den Manuellenmodus. Dort habt ihr volle Kontrolle über die Zeit. Am Samstag habe ich es einmal mit Zeiten von 4 bis 6 Minuten versucht. Länger ist durch aus denkbar. Aber wie immer sind das nur Ideen, wie ihr ran gehen könnt. Seid kreativ und probiert auch eigenes aus.

out of cam - die Rohaufnahme mit den Aufnahmedaten

Postproduktion
Schon das Bild aus der Kamera ist nicht schlecht. Das Wasser sehr weich und die Kannten der Spiegelung noch deutlich zu sehen. Auch der Himmel wirkt sehr plastisch und bewegt.

Ich möchte euch in acht Schritten zeigen wie ich zum fertigen Bild gekommen bin. Die Methode habe ich aus einem Tutorial entnommen, in dem es eigentlich um die digitale Nachstellung einer IR (Infrarot) Aufnahme geht. IR Aufnahmen sollte man aber lieber mit einem entsprechenden Sperrfilter aufnehmen. Dennoch sorgt die Art, gerade in S/W, ein besonders spanenden Look.

Damit ihr gut mitkommt gibt habe ich das Bild in 8 Felder unterteilt, die der jeweiligen Ebene in Photoshop entsprechen.

1.RAW Converter
Ideal um Rauschen abzumildern und die Dynamik an zu passen. Ich habe ja schon „versprochen“ einen Post über RAW zu bringen – vielleicht wird das nächste Woche was.

2. Schärfen bzw. Tiefe
Egal bei welcher Belichtung oder Aufnahme. Es muss im Anschluss erst die Schärfe ins Bild gebracht werden. Hier habe ich es über eine Ebenenkopie (STRG+J), Füllmodus Weicheslicht und den Hochpasst Filter gemacht. Vorsicht: wer den Wert zu hoch einstellt, bekommt unschöne Säume!

3. Umkehren
Reduziert die Ebenen auf eine Neue über ALT+STRG+UMSCH+E und legt diese in den Modus Farbe. Dann nur noch mit STRG+I die Ebene invertieren.

4. mix it!
Um den IR Look zu erhalten müssen die roten Farbanteile im Bild verschwinden. Einfach rausnehmen geht aber nicht. Erstellt eine neue Ebene Kanalmixer und geht in den Rotkanal. Dort gebt ihr für Rot den Wert 0 ein und für Blau den Wert 100. Anschließend wechselt ihr in den Blaukanal, in dem ihr dasselbe nur umgekehrt macht. Blau bekommt den Wert 0 und Rot 100.

5. alles wieder raus
Mit einer Farbton-Sättigung Ebene drückt man den Farbkontrast wieder etwas nach unten. Einfach den Sättigungsregler soweit verschieben wie es euch gefällt.

6. Fotofilter
Mit dem Fotofilter (neue Einstellungsebene) verstärkt ihr die kühlen Farben im Bild. Dazu nehmt ihr aus den Voreinstellungen den Kaltfilter (LBB). Die Standarteinstellungen könnt ihr beibehalten.

7. schwarzweiß
Mit der Einstellungsebene Verlaufsumsetzung zieht ihr das Bild Schwarz/Weiß. Ihr könntet euch nun fragen warum dann vorher den ganze Quark mit dem Fotofilter, Entsättigen und Co. Zu Recht! Aber ihr müsst bedenken, dass ihr nach wie vor Farbinformationen habt, die durch die Filter unterschiedlich beeinflusst werden und so der feine Kontrast im S/W erst zustande kommt.

8. Ende
Ich würde es als optional bezeichnen hier noch mit einer Kurve Kontraste zu verstärken. Das kommt auf euer Bild und euren Geschmack an. Versucht es!

Das war es für heute! Schnappt euch die Kamera und geht auch mal wieder raus!